
Deine Heizung kommt in die Jahre, und du fragst dich, ob du sie ersetzen musst oder ob du noch warten kannst. Seit dem 29. Juli 2026 gilt dafür das Gebäudemodernisierungsgesetz. Es lässt dir bei der Wahl des Heizsystems wieder deutlich mehr Freiheit, koppelt neu eingebaute Gas- und Ölheizungen über die Bio-Treppe aber an wachsende Anteile teurer grüner Brennstoffe. Wir zeigen dir, wann ein Heizungstausch zur Pflicht wird, mit welchen Kosten du rechnen solltest und wie viel Förderung du über die KfW mitnehmen kannst.
Auch nach der Reform gilt: Nicht jede alte Heizung darf unbegrenzt weiterlaufen. Das Betriebsverbot für alte Kessel ist mit dem GModG erhalten geblieben. Es zielt aber nur auf Anlagen, die ihre technische Lebensdauer längst überschritten haben, nicht auf jede Heizung mit ein paar Jahren auf dem Buckel.
Betroffen sind Konstanttemperaturkessel, die älter als 30 Jahre sind. Niedertemperatur- und Brennwertkessel bleiben ausgenommen. Wer sein Ein- oder Zweifamilienhaus schon vor Februar 2002 selbst bewohnt hat, ist ebenfalls befreit. Erst bei einem Eigentümerwechsel greift die Pflicht – der neue Eigentümer hat dann zwei Jahre Zeit für den Austausch.
Ein Verbot für Kaminöfen oder andere Einzelraumfeuerungen gibt es dagegen nicht. Und wenn du deine funktionierende Gas- oder Ölheizung reparieren lässt, musst du sie deshalb nicht ersetzen.
Die auffälligste Änderung: Die 65-Prozent-Pflicht ist ersatzlos gestrichen. Zwischen Januar 2024 und Juli 2026 mussten neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien laufen. Diese Vorgabe gibt es nicht mehr – du entscheidest wieder selbst, welches System in deinen Keller kommt.
An ihre Stelle tritt die Bio-Treppe. Wer sich heute für eine neue Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung entscheidet, verpflichtet sich damit zu wachsenden Anteilen biogener Brennstoffe. Die kosten deutlich mehr als fossiles Gas oder Heizöl, und parallel steigt der CO₂-Preis über den europäischen Emissionshandel ab 2027 weiter. Die Wahlfreiheit ist also echt, die Rechnung dafür kommt später.
Was das im Detail bedeutet, liest du in unserem Artikel zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz.

Beim Heizungstausch hast du als Eigentümerin oder Eigentümer verschiedene Technologien zur Auswahl, darunter den Anschluss an ein Wärmenetz, elektrische Wärmepumpen, Stromdirektheizungen, Biomasseheizungen, Hybridheizungen (Kombination aus erneuerbaren Energien und Gas- oder Ölkesseln), Solarthermieanlagen und H2-Ready-Gasheizungen (Heizungen, die auf 100 % Wasserstoff umgerüstet werden können).
Es ist jedoch zu beachten, dass für Letztere ein rechtsverbindlicher Investitions- und Transformationsplan für eine entsprechende Wasserstoffinfrastruktur vor Ort erforderlich ist. Auch Kombinationen aus mehreren Technologien sind zulässig. Einen rechnerischen Nachweis über den Anteil erneuerbarer Energien musst du seit dem GModG nicht mehr führen.
Wer sich heute noch für eine Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung entscheidet, fällt unter die Bio-Treppe nach § 43 GModG. Der Pflichtanteil an biogenen Brennstoffen oder Wasserstoff steigt in vier Stufen:
Es besteht jedoch die Möglichkeit einer Ausnahme von der Heizungstauschpflicht durch eine allgemeine Härtefallregelung, die auf Antrag gewährt werden kann.

Die Austauschpflicht trifft vor allem alte Öl- und Gaskessel jenseits der 30-Jahres-Grenze. In Deutschland stehen weiterhin mehrere Millionen davon, die diese Grenze erreicht haben oder in den nächsten Jahren erreichen werden. Für alle übrigen Bestandsheizungen gibt es keine sofortige Pflicht. Ein Tausch im Rahmen einer ohnehin geplanten Modernisierung lohnt sich trotzdem meist, weil du dann die volle Förderung mitnimmst.
Ein Heizungstausch ist insbesondere dann sinnvoll, wenn deine aktuelle Heizung alt und ineffizient ist. Solche Heizsysteme können auf lange Sicht hohe Betriebskosten und einen erhöhten Energieverbrauch verursachen. In folgenden Situation sollte ein Heizungstausch in Erwägung gezogen werden:
Zusammengefasst: Ein Heizungstausch ist sinnvoll, wenn du deine Heizkosten senken, deine Energieeffizienz verbessern und gleichzeitig deinen ökologischen Fußabdruck verringern möchtest. Was der Umstieg auf eine Wärmepumpe kostet und was nach Förderung bei dir bleibt, steht unter Wärmepumpe Kosten. Die Luft-Wasser-Wärmepumpen von Vamo bieten dir genau diese Vorteile und sind eine hervorragende Wahl, um deine bestehende Heizung zu ersetzen.

Die Wahl des richtigen Heizsystems für dein Haus hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine energetische Sanierung kann die Auswahlmöglichkeiten beeinflussen. In gut isolierten Gebäuden sind Luft-Wasser-Wärmepumpen meist die beste Wahl. Es ist ratsam, sich einen Überblick über zukunftsfähige und umweltfreundliche Heizungsoptionen zu verschaffen. Dies kann auch Solarenergie in Kombination mit einer Heizungstechnologie beinhalten. Besonders effizient arbeiten Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaik. Während Wärmepumpen die kostenlos verfügbare Umweltwärme nutzen, um das Haus zu heizen, wandelt eine PV-Anlage Sonnenstrahlung in nutzbaren, grünen Strom um. Die Wahl der besten Heizungsoption hängt von deinen individuellen Bedürfnissen, deinem Energieverbrauch und deinem Budget ab.
Übrigens: Im Sommer kannst du grundsätzlich mit den meisten Wärmepumpen auch dein Haus kühlen.

Du bist unsicher, wie alt deine Heizung ist? Um das Alter deiner Heizung herauszufinden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Überprüfe zunächst das Typenschild deiner Heizung. Dort findest du oft eine Herstellernummer oder Seriennummer. Anhand dieser Nummer kannst du das Baujahr der Heizung bestimmen. Zusätzlich solltest du in deinen Unterlagen nachschauen, ob du Informationen zum Kauf oder zur Installation der Heizung hast.
Eine Heizungsfachkraft oder ein Fachmann für Heizungstechnik kann dir zusätzlich bei der Bestimmung des Alters deiner Heizung helfen. Sie können die Heizung überprüfen und anhand verschiedener Merkmale wie Modellnummer, Seriennummer oder technischer Daten eine Schätzung abgeben.
Ein guter Tipp ist es, den hydraulischen Abgleich gleichzeitig mit dem Heizungstausch durchzuführen. Beim hydraulischen Abgleich wird das Heizsystem so eingestellt, dass jeder Heizkörper die richtige Menge an Wärme bekommt. Dadurch werden Energieverluste minimiert und der Komfort verbessert. Durch den Einbau einer neuen Heizung oder eines neuen Heizsystems kann sich auch der Wärmebedarf ändern, daher ist es sinnvoll, den hydraulischen Abgleich direkt mit dem Heizungstausch durchzuführen. Dadurch stellst du sicher, dass dein Heizsystem effizient arbeitet und du von Anfang an den vollen Komfort und die Energieeinsparungen genießen kannst.

Die Heizungsförderung läuft vollständig über die KfW, geregelt in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die BAFA ist für den Heizungstausch nicht mehr zuständig. Mit der Reform vom 21. Juli 2026 wurde die BEG neu zugeschnitten: sozial stärker gestaffelt, dafür mit gedeckelten förderfähigen Kosten.
Für eine neue Heizung mit 65 % erneuerbarer Energie kannst du weiterhin eine Grundförderung von 30 % in Anspruch nehmen. Hinzu kommt der Klimageschwindigkeitsbonus in Höhe von 16 %, der ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte sinkt. Ein natürliches Kältemittel gehört inzwischen zum Standard der geförderten Wärmepumpen – einen separaten Effizienzbonus gibt es dafür seit dem 21.07.2026 nicht mehr.
Der Einkommensbonus richtet sich nach dem Haushalts-Jahreseinkommen selbstnutzender Eigentümerinnen und Eigentümer und ist seit dem 21.07.2026 gestaffelt:
Mit mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt erhöht sich die jeweilige Einkommensgrenze einmalig um 10.000 €.
Die genaue Höhe der Förderungen hängt von deinem Haushaltseinkommen und den individuellen Voraussetzungen ab. Regulär sind bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich, für selbstnutzende Eigentümer mit niedrigerem Haushaltseinkommen sogar bis zu 80 %. Vamo berät dich persönlich, welche Fördersätze für dich gelten und wie du die maximale Fördersumme sicherst.

Ein Heizungstausch ist eine Investition in die Zukunft. Mit staatlichen Fördermitteln und dem Wärmepumpen-Service von Vamo kannst du nicht nur dein Heizsystem modernisieren, sondern auch langfristig Kosten sparen und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die Auswahl eines geeigneten Heizsystems, wie beispielsweise einer Wärmepumpe von Vamo, bietet zahlreiche Vorteile. Du profitierst von niedrigeren Betriebskosten, staatlichen Zuschüssen und einer umweltfreundlichen Heizmethode.
Vamo steht dir bei jedem Schritt zur Seite – von der ersten Beratung und Planung bis hin zur Installation und Wartung deiner neuen Wärmepumpe. Mit unserer Unterstützung gestaltet sich der Übergang zu erneuerbaren Energien nicht nur einfach, sondern auch wirtschaftlich attraktiv. Ab Tag 1 kannst du mit einer Wärmepumpe von Vamo bis zu 65 % deiner Heizkosten einsparen. Mit Vamo kannst du eine Wärmepumpe finanzieren oder kaufen und genießt so vollkommene Flexibilität.
Denke daran, dass der Wechsel zu einer effizienteren und umweltfreundlicheren Heizung nicht nur eine gesetzliche Anforderung erfüllt, sondern auch ein aktiver Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft ist. Mit Vamo an deiner Seite wird dieser Schritt einfach und lohnenswert.

Ein Heizungstausch kann je nach Art der Heizung und dem Umfang der Installation unterschiedliche Kosten verursachen. Die Preise für einen Heizungstausch liegen in der Regel zwischen 5.000 und 30.000 €, abhängig von verschiedenen Faktoren wie der gewählten Heizungsart, der Größe des Gebäudes und den baulichen Anforderungen. Mit dem Finanzierungsmodell von Vamo ab 89 € pro Monat entfallen die hohen Anschaffungskosten.
Vermieter dürfen einen Teil der Kosten über die Modernisierungsumlage weitergeben. Dabei gelten Obergrenzen, die davon abhängen, ob für die Maßnahme Förderung in Anspruch genommen wurde.
Ein Heizungstausch ist nur in bestimmten Fällen vorgeschrieben. Konstanttemperaturkessel dürfen nach dem GModG nicht mehr betrieben werden, sobald sie älter als 30 Jahre sind. Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind davon ausgenommen, ebenso selbstnutzende Eigentümer, die ihr Ein- oder Zweifamilienhaus schon vor Februar 2002 bewohnt haben. Bei einem Eigentümerwechsel greift die Pflicht innerhalb von zwei Jahren.
Ein Heizungstausch lohnt sich in der Regel, wenn die vorhandene Heizungsanlage alt ist und hohe Betriebskosten verursacht. Zudem kann ein Austausch sinnvoll sein, um den energetischen Standard zu verbessern und den CO₂-Ausstoß zu reduzieren.
Beim Heizungstausch gibt es verschiedene Förderungen, die in Anspruch genommen werden können. Ein Beispiel ist das Förderprogramm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), das Fördermöglichkeiten für den Heizungstausch bietet. Seit dem 21.07.2026 gibt es im Rahmen des BEG weiterhin eine Grundförderung von 30 % für eine Heizung, die mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzt, plus einen gestaffelten Einkommensbonus von bis zu 40 %. Die genaue Höhe hängt von deinem Einkommen und der individuellen Situation ab – Vamo berechnet dir gerne deine persönliche Fördersumme. Maximal sind bis zu 80 % Förderung möglich.
Ein Heizungstausch auf moderne Systeme wie Wärmepumpen senkt nicht nur die Energiekosten, sondern steigert auch die Umweltfreundlichkeit und den Wert der Immobilie.