
Lange konnte in Potsdam niemand verlässlich sagen, ob sich der Einbau einer Wärmepumpe lohnt oder ob im eigenen Quartier irgendwann doch das Fernwärmenetz kommt. Das hat sich geändert: Die Stadtverordnetenversammlung hat den kommunalen Wärmeplan im Juni 2026 beschlossen. Damit liegt erstmals schwarz auf weiß vor, wo Potsdam sein Wärmenetz ausbaut – und wo Hauseigentümer selbst für ihre Wärme sorgen.
Für den größten Teil des Stadtgebiets heißt das: Die Wärmepumpe ist die Lösung, mit der du planen kannst. Gleichzeitig ist Potsdam eine besondere Stadt für diesen Umstieg. Kaum irgendwo sonst in Deutschland stehen so viele Häuser in einem Denkmalbereich, und kaum eine Stadt hat einen so hohen Anteil an Fernwärme. Beides musst du kennen, bevor du das erste Angebot einholst.
Dieser Artikel klärt der Reihe nach die drei Punkte, die in Potsdam wirklich zählen: was du darfst, was es dich kostet und wer es umsetzt.
Potsdam gehört als Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern zu den Kommunen, die nach dem Wärmeplanungsgesetz bis zum 30. Juni 2026 eine Wärmeplanung vorlegen mussten. Die Stadt hat diese Frist genutzt: Die Stadtverordnetenversammlung hat den Wärmeplan am 3. Juni 2026 beschlossen, er soll alle fünf Jahre aktualisiert werden.
Der Plan ist kein Gesetz, sondern ein strategisches Instrument. Für dich als Hauseigentümer ist er trotzdem die wichtigste Planungsgrundlage, die es in Potsdam gibt – weil er zeigt, ob Investitionen in eine eigene Wärmeerzeugung sinnvoll sind oder ob dein Quartier auf ein Netz zusteuert.
Die Stadt priorisiert den Netzausbau dort, wo viele Gebäude dicht beieinander stehen und der Wärmebedarf hoch ist. Konkret genannt sind das Zentrum Babelsbergs beidseits der Bahnschienen, die Brandenburger Vorstadt sowie Teile der Teltower und der Nauener Vorstadt. Parallel dazu muss auch das Stromnetz bedarfsgerecht ausgebaut werden.
Umgekehrt gilt: In den weniger dicht besiedelten Stadtteilen, etwa im Norden Potsdams, sieht der Plan dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen vor. Wenn dein Haus dort steht, brauchst du auf kein Netz zu warten – die Entscheidung ist gefallen.
Wichtig ist die Zeitachse. Ein geplanter Netzausbau ist keine Zusage für ein bestimmtes Jahr. Wenn deine Heizung heute 25 Jahre alt ist und der Netzanschluss in deinem Quartier frühestens Anfang der 2030er Jahre kommt, überbrückst du diese Lücke nicht mit Hoffnung, sondern mit einer Heizung. Welche der beiden Optionen langfristig besser zu deinem Haus passt, haben wir im Beitrag Fernwärme und Wärmepumpe im direkten Vergleich gegenübergestellt.

Potsdam hat bereits vor dem Wärmeplan Gebiete festgelegt, in denen die Fernwärme Vorrang hat. Grundlage ist die städtische Fernwärmesatzung, die neben Anschlussrecht und Benutzungsrecht auch den Anschluss- und Benutzungszwang sowie die Fernwärmevorranggebiete in einer Anlage regelt. Es handelt sich um Stadtgebiete, in denen die Fernwärme verfügbar ist und in denen deshalb ein Anschluss- und Benutzungszwang besteht.
Das ist der Punkt, an dem Planungen kippen können. Liegt dein Grundstück in einem solchen Gebiet, kannst du dich nicht einfach für eine Wärmepumpe entscheiden.
Eine Tür bleibt offen: Nach § 5 Absatz 3 der Fernwärmesatzung kann bei besonderen Umständen auf Antrag eine Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang erteilt werden. Das ist allerdings immer eine Einzelfallentscheidung der Stadt, kein Automatismus – und keine Frage, die sich pauschal im Internet klären lässt. Wenn dein Haus betroffen ist, führt der Weg über die Stadtverwaltung, im Zweifel mit anwaltlicher Begleitung.
Drei Wege führen zum Ziel, und der schnellste zuerst:
Wenn du bei uns ein Angebot anfragst, gehört diese Prüfung übrigens zum Prozess. Wir planen keine Anlage für ein Grundstück, auf dem sie am Ende nicht betrieben werden darf.
Für die reine Aufstellung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe brauchst du in Brandenburg in aller Regel keine Baugenehmigung. Anders als bei Erdwärme, wo eine Bohrung ansteht und die untere Wasserbehörde zustimmen muss, bleibt der Aufwand hier überschaubar. Zwei Themen solltest du trotzdem vorher klären: den Abstand zum Nachbargrundstück und den Denkmalschutz.
Brandenburg hat seine Bauordnung zugunsten der Wärmewende angepasst. Seit der Novelle sind Wärmepumpen einschließlich ihrer Fundamente und Einhausungen mit einer Höhe bis 2 m und einer Gesamtlänge je Grundstücksgrenze bis 3 m innerhalb der Abstandsflächen von Gebäuden und an Grundstücksgrenzen ohne Abstandsflächen zulässig.
Für ein normales Einfamilienhaus heißt das: Deine Anlage bleibt fast sicher unter diesen Maßen und darf damit auch nah an der Grenze stehen. Achte nur darauf, dass Fundament und Einhausung mitzählen – wer eine Sichtschutzverkleidung baut, sollte die Maße im Blick behalten. Wird es größer oder stellst du mehrere Geräte nebeneinander, lohnt eine kurze Rückfrage bei der Bauaufsicht, bevor du das Fundament gießt.
Baurecht ist aber nur die eine Hälfte. Die andere ist der Schall: Die Grenzwerte der TA Lärm gelten unabhängig davon, wie weit dein Gerät von der Grenze entfernt steht. In der Praxis ist der Nachbarstreit fast immer ein Lärmthema und selten ein Zentimeterthema. Wie laut moderne Geräte tatsächlich sind, ordnen wir im Beitrag zur Lautstärke einer Wärmepumpe ein. Einen weiteren Überblick über die Landesebene findest du in unserem Artikel zu Förderung und Bauordnung in Brandenburg.
Eine formale Zustimmung deiner Nachbarn brauchst du nicht. Ein kurzes Gespräch vorher ist trotzdem die günstigste Versicherung, die du abschließen kannst.

Potsdam schützt nicht nur einzelne Gebäude, sondern ganze Quartiere. Die Stadt hat mehrere Denkmalbereichssatzungen beschlossen, die für das jeweilige Gebiet die charakteristischen Besonderheiten schützen – ganze Straßenzüge mit ihren Fassaden, die Vorgärten der Grundstücke sowie das Erscheinungsbild von Straßen und Plätzen. Dazu zählen unter anderem der Stadtkern, die Berliner Vorstadt, die Nauener Vorstadt, die Jägervorstadt und Nowawes in Babelsberg.
Zwei Punkte sind dabei entscheidend:
Erstens gilt der Schutz auch für Nachbarn. Nach § 2 Absatz 3 des Brandenburgischen Denkmalschutzgesetzes unterliegt auch die nähere Umgebung eines Denkmals dem Schutz, soweit sie für dessen Erhaltung, Erscheinungsbild oder städtebauliche Bedeutung erheblich ist. Wer unmittelbarer Nachbar eines Denkmals ist, muss deshalb bei der unteren Denkmalschutzbehörde eine denkmalrechtliche Erlaubnis beantragen. Auch wenn dein eigenes Haus also kein Denkmal ist, kann eine Erlaubnis nötig sein.
Zweitens stehen die Chancen besser, als viele denken. Das Brandenburgische Denkmalschutzgesetz enthält eine ausdrückliche Abwägungsregel zugunsten erneuerbarer Energien: Das überragende öffentliche Interesse an Anlagen zur Erzeugung oder Nutzung erneuerbarer Energien überwiegt danach in der Regel, wenn die Beeinträchtigung des äußeren Erscheinungsbildes reversibel und nicht erheblich ist und nur geringfügig in die denkmalwerte Substanz eingegriffen wird.
Genau diese Voraussetzungen erfüllt eine Außeneinheit im rückwärtigen Garten in vielen Fällen: Sie steht auf einem Fundament, greift nicht in die Fassade ein und lässt sich rückstandslos wieder entfernen. Ein pauschales Nein ist damit die Ausnahme, nicht die Regel.
Der praktische Weg: Nimm früh Kontakt zur unteren Denkmalschutzbehörde auf, am besten vor der Detailplanung. Die Stadt bietet dazu eine Auskunft zum Denkmalstatus sowie ein Online-Verfahren für die denkmalrechtliche Erlaubnis an, inklusive vorheriger fachlicher Beratung. Rechne mit einigen Wochen Vorlauf und plane sie in deinen Zeitplan ein.
Ein ehrlicher Hinweis in eigener Sache: Wir setzen selbst keine Projekte im Denkmalbereich um. Unser standardisierter Prozess mit digitaler Planung und verbindlichem Festpreis funktioniert dort nicht, wo jedes Detail einzeln mit der Behörde abgestimmt werden muss. Steht dein Haus in einem Denkmalbereich oder direkt neben einem Denkmal, ist ein auf Denkmalobjekte spezialisierter Betrieb vor Ort die bessere Adresse. Die Informationen oben helfen dir trotzdem weiter – sie zeigen dir, dass die Sache machbar ist und worauf du achten solltest.
Mit dem Standort entscheidest du gleich über drei Dinge: wie deine Anlage im Denkmalbereich wirkt, wie leise sie beim Nachbarn ankommt und wie effizient sie läuft. Diese vier Regeln haben sich bewährt:
Der Potsdamer Wohnungsbestand ist alt, und das ist zunächst eine gute Nachricht: Es bedeutet massive Bausubstanz, oft großzügig dimensionierte Heizkörper aus der Zeit vor der Dämmung und damit gute Voraussetzungen für niedrige Vorlauftemperaturen.
Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die Vorlauftemperatur, mit der dein Haus im Winter warm wird. Liegt sie bei 55 °C oder darunter, arbeitet eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe effizient. Liegt sie darüber, prüfen wir, ob der Tausch einzelner Heizkörper oder ein hydraulischer Abgleich reicht – meist ist das der günstigere Weg als eine komplette Dämmung.
Zur Effizienz kursieren viele Zahlen. Belastbar sind diese: Das Fraunhofer-Institut misst in Bestandsgebäuden im Schnitt eine Jahresarbeitszahl von 3,3. Die von Vamo installierten Anlagen kommen übers Jahr auf 3,8. Aus einer Kilowattstunde Strom werden also rund vier Kilowattstunden Wärme.
Auch beim CO₂ lohnt der nüchterne Blick statt der Faustformel: Erdgas schlägt mit etwa 0,24 kg CO₂ je kWh zu Buche, Heizöl mit rund 0,3 kg. Ökostrom liegt bei etwa 0,04 kg. Rechnest du die Jahresarbeitszahl gegen, bleibt von deinen bisherigen Heizemissionen nur ein Bruchteil übrig.
Was das für dein Gebäude konkret heißt, hängt am Einzelfall. Die allgemeinen Voraussetzungen haben wir im Beitrag Wärmepumpe im Altbau zusammengefasst.
Für Potsdam kommt ein zusätzlicher Faktor dazu: Laut Zensus 2022 werden von den 23.749 Wohngebäuden in der Stadt noch immer 51,9 % mit Gas beheizt, 4,3 % mit Heizöl und 0,3 % mit Kohle. Nur 6,3 % nutzen Solar-, Geothermie- oder Wärmepumpensysteme, 34,5 % hängen an der Fernwärme. Der Handlungsbedarf sitzt also überwiegend im gasbeheizten Bestand – und damit genau bei den Häusern, für die der Klimageschwindigkeitsbonus gedacht ist.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Installation liegt bei uns im Schnitt bei rund 32.000 € vor Förderung. Etwa die Hälfte davon entfällt auf die Hardware, die andere Hälfte auf Umrüstung und Montage. Potsdam-spezifische Aufschläge gibt es nicht – was den Preis bewegt, sind die Heizlast deines Gebäudes, der Zustand des vorhandenen Heizsystems und die baulichen Gegebenheiten vor Ort.
Bei uns bekommst du dafür ein verbindliches Festpreisangebot, und zwar bevor jemand bei dir vor der Tür steht. Das Kalkulationsrisiko tragen wir. Wenn du dich grundsätzlich in die Preisstruktur einlesen willst, hilft dir unser Ratgeber zum Thema Wärmepumpe kaufen weiter.
Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Konditionen für den KfW-Zuschuss 458. Die Bausteine im Überblick:
Insgesamt sind bis zu 70 % möglich, bei niedrigem Haushaltseinkommen bis zu 80 %. Die förderfähigen Kosten sind für die erste Wohneinheit auf 28.000 € gedeckelt. Beim Fördersatz von 70 % ergibt das bis zu 19.600 € Zuschuss, bei 80 % bis zu 22.400 €. Ab dem 1. Februar 2027 sinkt dieser Höchstbetrag halbjährlich um 750 €. Der frühere Effizienzbonus und der Emissionsminderungszuschlag für Biomasse sind ersatzlos entfallen.
Zwei Details entscheiden in der Praxis über Tausende Euro:
Die Altanlage muss funktionieren. Fällt deine alte Heizung aus, bevor du den Antrag gestellt hast, verlierst du den Klimageschwindigkeitsbonus – Grundförderung und Einkommensbonus bleiben bestehen. Das ist das stärkste Argument dafür, den Tausch zu planen, statt auf den Defekt zu warten.
Der Antrag kommt vor dem Vorhabensbeginn. Wer vor dem Antrag mit dem Einbau startet, ist raus. Zulässig ist vorher nur ein Vertragsschluss mit aufschiebender oder auflösender Bedingung. Genau so arbeiten wir – und übernehmen die Antragstellung auf Wunsch komplett. Die Details zum Verfahren findest du in unserem Beitrag zur KfW-Förderung für Wärmepumpen.
Den Eigenanteil kannst du über den zinsgünstigen Ergänzungskredit der KfW (Programme 358 und 359) mit bis zu 120.000 € je Wohneinheit finanzieren. Bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 90.000 € gibt es über Programm 358 zusätzlich eine Zinsverbilligung.

Zusätzlich zur Bundesförderung fördert das Land Brandenburg über die Investitionsbank des Landes Brandenburg die nachhaltige Modernisierung von selbst genutztem Wohneigentum. Grundlage ist ein Runderlass des Infrastrukturministeriums vom Februar 2026.
Sei hier realistisch: Das ist kein Heizungsprogramm. Gefördert werden Haushalte, die ihr selbst genutztes Wohneigentum modernisieren und instand setzen, wobei die Maßnahmenkosten mindestens 500 Euro je Quadratmeter Wohnfläche betragen sollen. Voraussetzung sind außerdem eine Mindesteigenleistung von 15 Prozent und die Einhaltung von Einkommensgrenzen. Bei einem Haus mit 150 m² sprichst du also über ein Vorhaben von rund 75.000 € – ein reiner Heizungstausch erreicht das nicht.
Interessant wird das Programm deshalb vor allem dann, wenn die Wärmepumpe Teil einer größeren Sanierung ist. Ein verbreiteter Irrtum betrifft die Gebietskulisse: Für die Förderung von selbst genutztem Wohneigentum gelten zwar bestimmte Gebietskulissen, die reine Modernisierung und Instandsetzung ist jedoch ohne Einhaltung einer Gebietskulisse förderbar.
Ob und wie sich das Programm in deinem Fall mit der KfW-Förderung kombinieren lässt, klärst du am besten direkt beim Infotelefon Wohnungsbau der ILB. Führe dieses Gespräch, bevor du einen Auftrag vergibst.
Du hast die Wahl. Entweder du kaufst deine Wärmepumpe und nutzt die Förderung von aktuell noch bis zu 80 %, oder du nutzt unsere Finanzierung ab 89 € monatlich und startest ohne hohe Anfangsinvestition. Was für dein Haus günstiger ist, rechnen wir dir in der Beratung durch.
Unsere Beratung und die gesamte Datenerfassung laufen digital, per Video-Call. Eine Vor-Ort-Besichtigung brauchst du für dein Angebot nicht – den Termin bei dir zu Hause gibt es erst nach Vertragsabschluss, für die Detailplanung.
Der zeitliche Rahmen sieht so aus:
Dass die Installation so kurz ausfällt, liegt an standardisierten Prozessen. Planung, Materialdisposition und Ablauf vor Ort folgen bei jedem Projekt demselben Schema, statt auf der Baustelle improvisiert zu werden. Das verkürzt die Zeit ohne Heizung und hält die Ausführungsqualität konstant.
Die Demontage und fachgerechte Entsorgung deiner Altanlage ist bei uns im Rundum-Service enthalten – und sie ist zugleich Voraussetzung für die staatliche Förderung. Man kann sich die Heizungsförderung insofern als eine Art Abwrackprämie für fossile Heizungen vorstellen.
Ein praktischer Hinweis für Potsdam: Plane dein Bauprojekt möglichst antizyklisch in den Sommer – warum sich das gleich mehrfach auszahlt, haben wir im Beitrag zum Heizungstausch im Sommer zusammengefasst. Fällt deine Heizung mitten im Winter aus, greift unsere priorisierte Soforthilfe. Wie ein Heizungstausch grundsätzlich abläuft, zeigen wir dir in unserem Beitrag zur Wärmepumpen-Installation.

Woran du generell einen seriösen Betrieb erkennst – Heizlastberechnung statt Schätzung, belastbare Preise, Zertifizierungen –, haben wir im Beitrag Fachbetrieb für Wärmepumpen finden zusammengetragen. In Potsdam kommen zwei Fragen dazu, die du im Erstgespräch stellen solltest:
Wie wir selbst abschneiden, hat das Verbraucherportal CHIP geprüft: Im Wärmepumpen-Anbietertest belegte Vamo den ersten Platz vor Thermondo, Octopus Energy, Enpal, Aira und 1KOMMA5°, mit durchgehend sehr guten Bewertungen in allen fünf Kategorien. Besonders positiv fielen die Reaktionszeit auf Angebotsanfragen und die Deckungsgleichheit von Kostenvoranschlag und finalem Angebot auf. Die Details stehen im Beitrag zum CHIP-Testsieg.
Eine Wärmepumpe hat keinen Brenner, keinen Schornstein und keinen Brennstoff, der gelagert werden muss. Der Wartungsaufwand ist entsprechend gering – null ist er aber nicht. Kältekreis, Hydraulik und Regelung wollen regelmäßig geprüft werden, sonst schleicht sich der Effizienzverlust unbemerkt ein.
Vamo Care ist unser Servicevertrag und kostet 399 € im Jahr. Enthalten sind die regelmäßige Wartung, die Störungsbehebung durch unseren Kundenservice sowie eine permanente Ferndiagnose, mit der wir Unregelmäßigkeiten erkennen, bevor sie dich im Alltag treffen. Über die Vamo App siehst du Verbrauch, Kosten und Effizienz deiner Anlage jederzeit selbst.
Was bei einer Wartung im Detail passiert und welche Intervalle sinnvoll sind, erklären wir dir im Beitrag zur Wartung von Wärmepumpen.
Potsdam wächst, unter anderem in Krampnitz und im Bornstedter Feld. Wer dort neu baut, hat es beim Heizsystem einfacher als im Bestand: Fußbodenheizung und guter Dämmstandard sind die idealen Bedingungen für eine Wärmepumpe.
Rechtlich hat sich zuletzt einiges bewegt. Das Gebäudemodernisierungsgesetz ist am 29. Juli 2026 in Kraft getreten und hat das Gebäudeenergiegesetz abgelöst. Die pauschale 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien ist entfallen, für Neubauten gelten ab 2030 die strengeren Anforderungen an Nullemissionsgebäude. Praktisch führt an einer effizienten Wärmeerzeugung im Neubau also weiterhin kein Weg vorbei.
Wichtig: Vamo ist auf den Gebäudebestand spezialisiert. Das gilt auch förderrechtlich: Der KfW-Zuschuss 458 greift ausschließlich bei bestehenden Gebäuden, für Neubauten sind andere Programme zuständig. Wenn du in Potsdam neu baust, bist du bei einem auf Neubau spezialisierten Betrieb besser aufgehoben.
Potsdam hat eine Entscheidungsgrundlage geschaffen, die es vor einem Jahr noch nicht gab. Der kommunale Wärmeplan zeigt dir, ob dein Quartier auf ein Wärmenetz zusteuert oder ob du selbst planst – und für den größeren Teil des Stadtgebiets lautet die Antwort: selbst planen.
Die beiden Themen, die vielen Potsdamern Sorge bereiten, sind kleiner als ihr Ruf. Baurechtlich ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Brandenburg unkritisch, und im Denkmalbereich räumt das Landesgesetz erneuerbaren Energien ausdrücklich Gewicht ein, solange der Eingriff reversibel und nicht erheblich bleibt. Was du brauchst, ist Vorlauf – keine Ausnahmegenehmigung.
Was dagegen wirklich drängt, ist der Zeitpunkt. Der Klimageschwindigkeitsbonus liegt heute bei 16 % und sinkt ab Februar 2027 halbjährlich, der Förderdeckel schmilzt parallel ab. Und der Bonus setzt eine funktionierende Altanlage voraus. Wer wartet, bis die Gasheizung ausfällt, verschenkt Geld – meist einen vierstelligen Betrag.
Das hängt von deiner Adresse ab. Potsdam hat in seiner Fernwärmesatzung Vorranggebiete festgelegt, in denen ein Anschluss- und Benutzungszwang besteht. Liegt dein Grundstück außerhalb dieser Gebiete, kannst du frei entscheiden. Innerhalb ist eine Befreiung nach § 5 Absatz 3 der Satzung auf Antrag möglich, wenn besondere Umstände vorliegen – das ist aber immer eine Einzelfallentscheidung der Stadt. Kläre das vor jeder weiteren Planung, entweder über die Stadtverwaltung oder über Energie und Wasser Potsdam.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Installation liegt bei uns im Schnitt bei rund 32.000 € vor Förderung. Was davon bei dir übrig bleibt, hängt vom Fördersatz ab: Bei 70 % Förderung auf die maximal angesetzten 28.000 € förderfähigen Kosten sind das bis zu 19.600 € Zuschuss, bei 80 % bis zu 22.400 €. Den genauen Preis für dein Haus bekommst du als verbindliches Festpreisangebot, ohne dass jemand vorher bei dir vorbeikommen muss.
Ja, über zwei Wege. Zentral ist der KfW-Zuschuss 458 mit 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und einem gestaffelten Einkommensbonus von 10 bis 40 %. Insgesamt sind bis zu 70 % möglich, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € bis zu 80 %. Dazu kommt die Landesförderung der ILB für die nachhaltige Modernisierung selbst genutzten Wohneigentums – die lohnt sich allerdings erst, wenn die Wärmepumpe Teil einer größeren Sanierung ist. Wichtig in beiden Fällen: Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt sein.
In Brandenburg sind Wärmepumpen samt Fundament und Einhausung bis zu einer Höhe von 2 m und einer Gesamtlänge von 3 m je Grundstücksgrenze innerhalb der Abstandsflächen zulässig. Ein Einfamilienhaus-Gerät bleibt in der Regel deutlich darunter, ein Mindestabstand ist damit baurechtlich nicht erforderlich. Unabhängig davon gelten die Schallgrenzwerte der TA Lärm. Steht dein Haus in einem Denkmalbereich oder direkt neben einem Denkmal, kommt zusätzlich die denkmalrechtliche Erlaubnis dazu.
Eine hochwertige Luft-Wasser-Wärmepumpe erreicht typischerweise eine Lebensdauer von 15-20 Jahren. Regelmäßige Wartung verlängert diese Zeit spürbar, weil Effizienzverluste früh auffallen und Verschleißteile getauscht werden, bevor sie ausfallen. Über unseren Servicevertrag Vamo Care sind Wartung, Störungsbehebung und Fernüberwachung abgedeckt.
Bevor du in Potsdam über Technik oder Kosten nachdenkst, klär eine Sache: ob dein Grundstück in einem Fernwärmevorranggebiet liegt. Dort gilt ein Anschluss- und Benutzungszwang, und die Wärmepumpe ist nicht frei wählbar. Ein Anruf bei der Stadt oder bei Energie und Wasser Potsdam kostet dich zehn Minuten und erspart dir im Zweifel eine komplette Fehlplanung.