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Wenn du dich für eine Wärmepumpe interessierst, stößt du früher oder später auf den Begriff COP. Diese Leistungszahl bei Wärmepumpen – im Fachjargon: Coefficient of Performance – ist gewissermaßen das Effizienz-Zeugnis einer Anlage. Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer nutzen die Kennzahl, um vor einem Kauf verschiedene Arten an Wärmepumpen miteinander zu vergleichen. Hier liest du, was der COP-Wert von Wärmepumpen bedeutet und wie du ihn realistisch berechnest.
Der COP (Coefficient of Performance) bei Wärmepumpen gibt an, wie viel Heizenergie aus der eingesetzten elektrischen Energie gewonnen wird. Die Faustregel ist einfach: Je größer der COP, desto sparsamer arbeitet deine Wärmepumpe. Anders als bei einer Gas- oder Ölheizung kann dieser Wert über 1 liegen. Der Grund: Die Wärmepumpe erzeugt Wärme nicht, sie holt den größten Teil davon aus der Umwelt und hebt sie auf Heiztemperatur. Deshalb ist der COP auch kein Wirkungsgrad, sondern eine Leistungszahl – ein Wirkungsgrad kann rechnerisch nie über 100 % liegen.

Für die Kennzeichnung verschiedener Wärmepumpen-COP-Werte nutzen Hersteller systematische Kürzel:
Dahinter stehen zwei Temperaturen: die der Wärmequelle und die Vorlauftemperatur des Heizwassers. Gemessen wird nach der europäischen Norm EN 14511. Nur Werte nach derselben Norm und am selben Betriebspunkt lassen sich sinnvoll vergleichen.
Was bedeutet das nun? A2W37 ist ein Beispiel COP für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Der COP-Wert von 3,79 für diese Wärmepumpenanlage wurde bei einer Lufttemperatur von 2 °C und einer Vorlauftemperatur von 35 °C bestimmt. Damit ist der COP einer Wärmepumpe ein theoretischer Prüfwert, eine Momentaufnahme, den Hersteller vor Inbetriebnahme ermitteln. Um den realistischen COP deiner Wärmepumpe einzuschätzen, solltest du die tatsächlichen Betriebsbedingungen berücksichtigen.
Was heißt das? A2 / W35 steht für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, gemessen bei 2 °C Außenluft und 35 °C Vorlauftemperatur. Am häufigsten findest du im Datenblatt die Betriebspunkte A7 / W35 und A-7 / W35 – der zweite ist der ehrlichere, weil er zeigt, was die Anlage im Winter leistet.
Du möchtest von staatlichen Förderungen für eine Wärmepumpe profitieren? Dann ist der SCOP-Wert entscheidend für die Berechnung der jahreszeitbedingten Raumheizungs-Energieeffizienz (ETAs).
Die Leistungszahl bei Wärmepumpen wird im Wesentlichen von drei Faktoren bestimmt:
Auch hier gibt es eine Faustregel: Je höher die Temperatur der Wärmequelle und je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ist also besonders die Außentemperatur entscheidend für den COP-Wert. Anders verhält es sich bei Sole-Wasser-Wärmepumpen oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die von konstanteren Temperaturen im Erdreich oder Grundwasser profitieren.
Auch dein eigenes Heizsystem spielt eine wichtige Rolle: Während Neubauten mit Fußbodenheizungen niedrige Vorlauftemperaturen um 35 °C ermöglichen, benötigen ältere Gebäude mit Heizkörpern oft über 50 °C. Zusätzlich kann die Dämmung von deinem Haus relevant werden. Beides wirkt sich auf den realistischen COP bei Wärmepumpen aus – denn je größer die zu überbrückende Temperaturdifferenz, desto mehr Antriebsenergie wird benötigt.

Vergleiche daher beim Kauf unbedingt die COP-Werte verschiedener Wärmepumpen unter realistischen Betriebsbedingungen. Wir beraten dich gerne anhand deiner individuellen Situation. So nehmen wir dir den Vergleich ab und beraten dich ganz individuell zu deinen Möglichkeiten.
Wenn du dich mit Wärmepumpen beschäftigst, wirst du neben dem COP auch auf die JAZ (Jahresarbeitszahl) stoßen:
Warum ist der Unterschied zwischen COP und JAZ relevant? Beide Kennzahlen sind wichtig, doch der COP-Wert wird unter idealen Bedingungen von den Herstellern ermittelt. Damit eignet er sich zwar gut zum Vergleich verschiedener Modelle vor dem Kauf – jedoch hängt die realistische Effizienz von Wärmepumpen von verschiedenen Faktoren ab: Temperaturschwankungen, Betriebszustände, individuelle Bedingungen am Installationsort. Damit ist die JAZ aussagekräftiger für die Berechnung tatsächlicher Energiekosten sowie Einsparungen.
Der COP beschreibt einen einzigen Betriebspunkt. Er sagt dir also, wie effizient eine Wärmepumpe genau in dem Moment arbeitet, in dem draußen exakt die Temperatur herrscht, bei der gemessen wurde. Ein Heizjahr besteht aber aus sehr unterschiedlichen Tagen.
Genau dafür gibt es den SCOP, den Seasonal Coefficient of Performance. Er wird nach der Norm EN 14825 ermittelt und fasst vier Messpunkte zu einem gewichteten Jahreswert zusammen: 12 °C, 7 °C, 2 °C und -7 °C. Dazu kommt die Klimazone, für Deutschland gilt der Wert für Mitteleuropa. Der SCOP bildet damit ab, was der COP ausblendet – dass deine Wärmepumpe im Oktober unter ganz anderen Bedingungen läuft als im Januar.
Für den Vergleich zweier Geräte ist der SCOP deshalb die aussagekräftigere Kennzahl. Aus ihm leitet sich außerdem die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz ETAs ab. Dieser Wert steht auf dem Energielabel und entscheidet mit darüber, ob ein Gerät förderfähig ist.
Die Heizleistung und die Antriebsenergie werden normalerweise in Kilowatt (kW) gemessen. Ein höherer COP bedeutet also, dass die Wärmepumpe effizienter ist, weil sie mehr Wärmeenergie für jede Einheit der verbrauchten elektrischen Energie abgibt. Möchtest du den COP-Wert berechnen? Die Formel für die Leistungszahl der Wärmepumpe lautet:

Ein konkretes Beispiel: Nehmen wir an, eine Wärmepumpe gibt eine Heizleistung von 12 kW ab und verbraucht dabei 3 kW an elektrischer Energie. Der COP dieser Wärmepumpe würde dann berechnet werden als: COP = 12kW/3kW = 4
Dies bedeutet, dass die Wärmepumpe 4x so viel Wärmeenergie liefert, als sie an elektrischer Energie verbraucht. In der Regel musst du den Coefficient of Performance nicht selbst berechnen. Die Leistungszahl der Wärmepumpe findest du im Produktdatenblatt oder auf der Website des Herstellers.
Eine Zahl allein sagt wenig. Ein COP ohne Betriebspunkt ist sogar wertlos, weil derselbe Wert bei 15 °C Außenluft mühelos zustande kommt und bei -7 °C eine echte Ansage wäre. Drei Angaben prüfst du deshalb immer mit.
Nennt dir jemand einen COP von 5,0, frag nach dem Betriebspunkt. Kommt darauf keine klare Antwort, ist die Zahl kein Argument.
Bei der Bewertung eines guten COP-Werts bei Wärmepumpen kommt es auf den Typ an: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeitet ab einem COP von 3 effizient – sie erzeugt dann aus 1 kWh Strom 3 kWh Wärme. Sole-Wasser-Wärmepumpen sollten mindestens 4,5 erreichen, Wasser-Wasser-Wärmepumpen mindestens 5 – beide profitieren von deutlich konstanteren Quelltemperaturen als die Außenluft.
Grundsätzlich gilt: Je höher der COP, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Ein Wert unter 3 deutet auf einen unwirtschaftlichen Betrieb hin. Um die Wärmepumpe COP realistisch einzuschätzen: Moderne Geräte erreichen im Betrieb einen Wert zwischen 3 und 5. Dies gewährleistet ein gutes Verhältnis zwischen Stromverbrauch und Heizleistung.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe überzeugt durch ihre besonders flexible und unkomplizierte Installation. Mit COP-Werten von bis zu 4,1 erreicht sie eine hervorragende Effizienz bei deutlich geringerem Installations- und Kostenaufwand als andere Systeme. Während Erd- und Wasser-Wärmepumpen aufwendige Bohrungen oder Erdarbeiten erfordern und oft an behördliche Genehmigungen gebunden sind, lässt sich die Luft-Wasser-Wärmepumpe praktisch überall einsetzen.
Dank moderner Technik arbeitet sie auch bei niedrigen Außentemperaturen effizient und mit einem optional integrierbaren Heizstab ist sie für alle Wetterlagen optimal gerüstet. Diese Kombination aus Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und zuverlässiger Leistung macht die Luft-Wasser-Wärmepumpe zur idealen Lösung für die meisten Haushalte.
Vamo berät dich gerne zu den Einsatzgebieten von Luft-Wasser-Wärmepumpe – optimal für Einfamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser. Unsere Expertinnen und Experten analysieren die spezifischen Gegebenheiten deines Gebäudes und empfehlen dir die passende Wärmepumpenlösung. Mit unserem Rundum-Service von der kostenlosen Erstberatung über die Installation bis zur regelmäßigen Wartung sowie der Option, eine Premium-Wärmepumpe ab 89 € monatlich zu finanzieren, machen wir deinen Umstieg auf klimafreundliches Heizen besonders einfach.

Zwischen Datenblatt und Stromrechnung liegt ein Unterschied, den kein Prüflabor abbilden kann. Als Faustregel gilt: Aus einem COP von 5 im Datenblatt wird im Haus oft eine Jahresarbeitszahl zwischen 3 und 3,5. Dafür sorgen vier Effekte.
Abtauen: Sinkt die Außentemperatur unter etwa 5 °C, bildet sich Reif auf dem Verdampfer. Die Wärmepumpe taut ihn regelmäßig ab und braucht dafür Energie. Wie stark sich das auswirkt, liest du im Abschnitt zur Wärmepumpe bei Minusgraden.
Takten: Im Labor läuft die Anlage gleichmäßig durch. Zu Hause schaltet sie sich ein und aus, sobald sie mehr Leistung bringt, als das Haus gerade abnimmt. Jeder Start kostet Effizienz – ein Grund, warum die richtige Dimensionierung so viel Einfluss auf die Betriebskosten hat.
Hilfsenergie: Umwälzpumpe, Ventilator und Regelung brauchen ebenfalls Strom. Im Datenblatt taucht dieser Anteil je nach Messnorm nur teilweise auf.
Warmwasser: Für Trinkwarmwasser sind 55 bis 60 °C nötig, deutlich mehr als für die Raumheizung. Je größer der Warmwasseranteil am Gesamtverbrauch, desto stärker drückt er die Jahresarbeitszahl.
Zwei dieser Effekte hast du selbst in der Hand. Eine sauber eingestellte Heizkurve hält die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich, und der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die er braucht. Bei uns ist er im Festpreisangebot enthalten.
Effizienz ist nicht nur eine Frage der Heizkosten. Wer einen Zuschuss über die KfW-Förderung möchte, muss Mindestwerte einhalten. Die stehen in der Anlage "Technische Mindestanforderungen" zur Förderrichtlinie und betreffen genau die Kennzahlen, um die es in diesem Artikel geht.
Das musst du erfüllen:
Nachrechnen musst du das nicht selbst. Geräte, die alle technischen Mindestanforderungen erfüllen, stehen auf der Liste der förderfähigen Wärmepumpen. Wir arbeiten ausschließlich mit Modellen von dieser Liste und begleiten dich durch den Förderantrag, damit die Effizienzwerte deiner Anlage am Ende auch auf dem Papier stimmen.
Der COP ist ein guter erster Vergleichswert, aber keine Prognose für deine Heizkosten. Er entsteht im Labor, bei einer festen Temperatur und ohne Abtauen, Takten und Warmwasser. Für den Gerätevergleich nimmst du den SCOP, für die tatsächliche Effizienz deiner Anlage die Jahresarbeitszahl.
Entscheidender als die letzte Nachkommastelle im Datenblatt ist am Ende ohnehin, wie gut die Wärmepumpe zu deinem Haus passt. Eine korrekt dimensionierte Anlage mit niedriger Vorlauftemperatur schlägt jedes Gerät, das auf dem Papier besser aussieht und im Keller falsch eingestellt ist.
Der COP-Wert einer Wärmepumpe macht deutlich: Diese Heiztechnologie ist die Zukunft. Ohne fossile Rohstoffe, auf ganz natürliche Art und Weise, wird mehr Energie erzeugt als verbraucht. Mit Vamo wird der Umstieg sowie die Planung einer Wärmepumpe ganz einfach. Du erhältst bei uns alles aus einer Hand, von der Planung über das Gerät hinweg bis hin zur Wartung. Bei uns kannst du deine hocheffiziente Luft-Wasser-Wärmepumpe ab 89 € monatlich finanzieren – im Schnitt liegt die Rate bei 191 €. Beim Förderantrag begleiten wir dich, damit du dir bis zu 80 % staatlichen Zuschuss sicherst.
Der COP-Wert (Coefficient of Performance) oder die Wärmepumpen-Leistungszahl gibt das Verhältnis zwischen erzeugter Heizwärme und eingesetztem Strom an. Die Bedeutung des COP-Werts einer Wärmepumpe wird oft unterschätzt, denn er ist ein wichtiger Indikator: Je größer der COP, desto sparsamer arbeitet deine Wärmepumpe. Ein COP von 4 bedeutet beispielsweise, dass aus 1 kWh Strom 4 kWh Wärme erzeugt werden.
Ein guter COP-Wert liegt bei Luft-Wasser-Wärmepumpen ab 3, bei Sole-Wasser-Wärmepumpen ab 4,5 und bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen ab 5,5. Werte unter 3 deuten auf einen unwirtschaftlichen Betrieb hin.
Ein SCOP ab 4,0 gilt bei Luft-Wasser-Wärmepumpen als sehr gut, Werte zwischen 3,5 und 4,0 als solide. Weil der SCOP eine ganze Heizsaison abbildet, liegt er meist unter dem COP aus dem Datenblatt. Das ist kein Mangel, sondern schlicht der realistischere Maßstab.
Wasser-Wasser-Wärmepumpen erreichen mit COP-Werten von 4,9 bis 5,8 die höchste Effizienz. Dies liegt an der konstanten Temperatur des Grundwassers als Wärmequelle. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen bieten mit COP-Werten von 3,4 bis 4,1 ebenfalls eine sehr gute Effizienz bei deutlich einfacherer Installation.
Der COP ist präziser als eine allgemeine Effizienzangabe, da er das exakte Verhältnis zwischen Energieeinsatz und Wärmeertrag unter definierten Bedingungen angibt. Die Leistungszahl ermöglicht so einen direkten Vergleich verschiedener Wärmepumpen.
Für einen Zuschuss über die KfW muss deine Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 erreichen, berechnet nach VDI 4650. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen liegen in gut geplanten Anlagen darüber. Entscheidend sind dafür die Dimensionierung, die Vorlauftemperatur und ein sauberer hydraulischer Abgleich.
Achte beim Vergleich von Wärmepumpen darauf, dass der COP-Wert unter standardisierten Bedingungen ermittelt wurde, um eine realistische Einschätzung der Effizienz zu gewährleisten.