Technik
8 Minuten
15.9.2026

Wärmepumpe oder Ölheizung? Der Vergleich 2026 für dein Zuhause

Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz darfst du wieder eine neue Ölheizung einbauen. Wirtschaftlich spricht trotzdem wenig dafür: Der Heizölpreis liegt rund 65 % über dem Vorjahr, ab 2029 kommen Pflichtanteile klimafreundlicher Brennstoffe dazu. Wir stellen Kosten, Förderung und Effizienz beider Systeme mit aktuellen Zahlen gegenüber.

VAMO EXPERTEN TIPP

Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien ist gestrichen, eine neue Ölheizung ist wieder erlaubt. Die Entscheidung zwischen Wärmepumpe und Ölheizung ist damit keine Rechtsfrage mehr, sondern eine reine Kostenfrage.

Lange lief die Debatte über Verbote. Wer sich für Wärmepumpe vs. Ölheizung interessierte, landete zuerst bei Fristen, Übergangsregelungen und der kommunalen Wärmeplanung. Das ist vorbei. Der Gesetzgeber hat den Zwang aus der Technik genommen und in den Brennstoff verlagert.

Übrig bleiben drei Fragen: Was kostet dich welches System in der Anschaffung, was im Betrieb, und wie sicher sind diese Kosten über die nächsten 20 Jahre? Dieser Vergleich rechnet beides durch – mit den Energiepreisen Stand September 2026 und den Förderkonditionen, die seit Juli gelten.

Das Thema kurz und kompakt

  • Rechtslage: Seit dem GModG vom 29. Juli 2026 ist eine neue Ölheizung wieder erlaubt. Ab 2029 greift die Bio-Treppe mit steigenden Pflichtanteilen klimafreundlicher Brennstoffe.
  • Anschaffung: Die Ölheizung ist günstiger, die Wärmepumpe holt den Unterschied über die KfW-Heizungsförderung und die Betriebskosten wieder herein.
  • Betriebskosten: Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus liegt die Wärmepumpe aktuell rund 1.800 € pro Jahr günstiger als die Ölheizung.
  • Preissicherheit: Der Heizölpreis schwankte in den letzten zwölf Monaten um mehr als 60 %. Beim Strom sind die Ausschläge deutlich kleiner.
  • Effizienz: Eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom knapp vier Kilowattstunden Wärme. Eine Ölheizung verliert bei der Verbrennung rund 10 %.
  • Komplettservice: Vamo begleitet dich von der Planung über die Installation bis zur Wartung – zum Festpreis, mit Wärmepumpe kaufen oder finanzieren ab 89 € im Monat.

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Wärmepumpe vs. Ölheizung: Was seit dem GModG gilt

Jahrelang war die Rechtslage das stärkste Argument gegen die Ölheizung. Das hat sich gedreht. Am 29. Juli 2026 hat das Gebäudemodernisierungsgesetz das Gebäudeenergiegesetz abgelöst. Gestrichen sind die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien, die Beratungspflicht vor dem Einbau einer fossilen Heizung und das Betriebsverbot für alte Heizkessel. Auch die Kopplung an die kommunale Wärmeplanung ist weg – der 30. Juni 2026 als Stichtag für große Städte spielt keine Rolle mehr.

Der Gesetzgeber steuert jetzt nicht mehr über die Technik, sondern über den Brennstoff. Du darfst heute wieder eine Ölheizung einbauen. Du zahlst aber ab 2029 dafür, sie zu betreiben.

Die Bio-Treppe: Was eine neue Ölheizung ab 2029 kostet

Wer sich jetzt für Öl entscheidet, muss laut § 43 GModG schrittweise klimafreundliche Brennstoffe beimischen – Bioheizöl, biogenes Flüssiggas oder bestimmte Wasserstoffderivate. Das amtliche GModG-Infoportal nennt vier Stufen:

  • ab 2029: mindestens 10 %
  • ab 2030: mindestens 15 %
  • ab 2035: mindestens 30 %
  • ab 2040: mindestens 60 %

Bioheizöl kostet heute ein Vielfaches von fossilem Heizöl und ist nur begrenzt verfügbar. Die Bio-Treppe ist damit kein Papiertiger, sondern ein eingebauter Kostenpfad. Wer 2026 eine Ölheizung einbaut, betreibt sie die halbe Lebensdauer unter Vorgaben, deren Preis heute niemand seriös beziffern kann.

Im Neubau ist die Frage ohnehin entschieden. Dort gilt ab 2030 ein Nullemissionsstandard, der fossile Heizungen praktisch ausschließt.

Muss deine alte Ölheizung raus?

Nein. Eine funktionierende Ölheizung darfst du weiter betreiben und reparieren. Das GModG kennt keine generelle Austauschpflicht, und das frühere Betriebsverbot für alte Heizkessel ist ersatzlos gestrichen.

Die bekannte 30-Jahre-Regel gilt weiterhin nur für Konstanttemperatur-Kessel, und auch dort nur unter bestimmten Voraussetzungen. Niedertemperatur- und Brennwertgeräte sind ausgenommen, das betrifft die große Mehrheit der Anlagen im Bestand. Welche Art in deinem Keller steht, sagt dir der Schornsteinfeger beim nächsten Termin. Mehr dazu steht in unserem Beitrag zum Bestandsschutz.

Der Umstieg ist also freiwillig. Genau deshalb lohnt der nüchterne Blick auf die Zahlen.

Frau sitzt mit Notizblock und Kugelschreiber am Tisch

Wärmepumpe vs. Ölheizung: Kostenvergleich

Was kostet die Anschaffung?

Eine neue Ölheizung kostet je nach Leistung zwischen 6.000 und 15.000 €, dazu kommen Öltank und Installation. Für die Rechnung unten setzen wir 12.000 € an.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt im Schnitt bei 32.000 € vor Förderung. Rund die Hälfte davon entfällt auf die Hardware, die andere Hälfte auf die fachgerechte Umrüstung im Bestand: Elektrik, Zählerschrank, Speicher, Hydraulik. Erd- und Wasser-Wärmepumpen liegen höher, weil Bohrungen oder Erdarbeiten dazukommen. Eine detaillierte Aufschlüsselung findest du in unserer Übersicht zu den Wärmepumpe Kosten.

Der Preisunterschied ist real. Entscheidend ist aber, was nach Förderung und nach ein paar Jahren Betrieb davon übrig bleibt.

Wie viel Förderung gibt es 2026?

Den größten Hebel hat die staatliche Förderung. Seit dem 21. Juli 2026 gelten im KfW-Programm 458 neue Konditionen: 30 % Grundförderung für alle, dazu 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und je nach Haushaltseinkommen 10 bis 40 % Einkommensbonus. In der Summe sind bis zu 70 % möglich, bei niedrigem Einkommen bis zu 80 %.

Wichtig ist die Bezugsgröße. Die KfW rechnet den Fördersatz nicht auf den Gesamtpreis, sondern auf die förderfähigen Kosten, und die liegen für die erste Wohneinheit bei 28.000 €. Der maximale Zuschuss beträgt damit 22.400 €. Effizienzbonus und Emissionsminderungszuschlag sind mit der Reform ersatzlos entfallen.

Für dich als Ölheizungsbesitzer ist vor allem der Klimageschwindigkeitsbonus interessant: Bei einer alten Ölheizung bekommst du ihn unabhängig vom Alter der Anlage, solange du selbst im Haus wohnst. Bei Gasheizungen gilt das erst ab 20 Jahren. Für Ölheizungen selbst gibt es keine staatliche Förderung mehr.

Was kostet der Betrieb pro Jahr?

Wie groß der Abstand ist, zeigt ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Wärmebedarf. Eine Ölheizung mit 90 % Wirkungsgrad braucht dafür rund 2.200 Liter Heizöl. Bei einem Preis von etwa 1,55 € pro Liter sind das rund 3.400 € im Jahr. Der Heizölpreis liegt Mitte September 2026 auf dem höchsten Stand des Jahres und rund 65 % über dem Vorjahreswert.

Eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,8 braucht für dieselbe Wärme rund 5.300 kWh Strom. Zum Haushaltstarif von 30 ct pro Kilowattstunde sind das etwa 1.580 € im Jahr. Unterm Strich bleibt eine Differenz von rund 1.800 €, selbst ohne die Kombination mit Photovoltaik.

Der eigentliche Unterschied ist aber nicht die Höhe, sondern die Schwankung. Im September 2025 lag der Heizölpreis noch bei 94 ct pro Liter, dieselbe Menge hätte also rund 2.100 € gekostet. Selbst an diesem Tiefpunkt heizt die Wärmepumpe rund 500 € günstiger. Nach oben ist die Spanne dagegen offen: Dein Heizbudget hängt bei Öl an Brent, Wechselkursen und der Lage am Golf.

Ein separater Wärmepumpentarif bringt übrigens weniger, als viele erwarten. Der Preisabstand zu normalen Haushaltstarifen ist weitgehend geschmolzen, dafür kosten Umbau im Zählerschrank und zusätzliche Zählermiete dauerhaft Geld. Wir rechnen deshalb konsequent mit dem Haushaltstarif.

Beide Systeme im direkten Vergleich

ÖlheizungWärmepumpe
Anschaffungskosten vor Förderung12.000 €32.000 €
Förderfähige Kosten (KfW 458)keinemax. 28.000 €
Fördersatz im Standardfall0 %46 % (30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus)
Zuschuss im Standardfall0 €12.880 €
Kosten nach Förderung12.000 €19.120 €, bei maximalem Fördersatz 9.600 €
Jahreswärmebedarf20.000 kWh20.000 kWh
Wirkungsgrad / Jahresarbeitszahl0,93,8
Brennstoff- bzw. Stromkosten pro Jahrrund 3.400 € (Spanne der letzten zwölf Monate: 2.100-3.400 €)rund 1.580 €
davon CO₂-Abgaberund 450 €0 €
Wartung und Schornsteinfegerrund 300 €rund 300 €
Betriebskosten pro Jahrrund 3.700 €rund 1.880 €

Stand der Energiepreise: September 2026, gerechnet mit 1,55 € pro Liter Heizöl, 30 ct pro Kilowattstunde Haushaltsstrom und einem CO₂-Preis von 65 € pro Tonne. Die CO₂-Abgabe steckt bereits im Literpreis, deshalb weisen wir sie als Teilbetrag aus und nicht als zusätzlichen Posten. Wie stark sie allein durchschlägt, rechnen wir im Beitrag zur CO₂-Steuer vor.

Für 2026 und 2027 bleibt der CO₂-Preis im politisch festgelegten Korridor zwischen 55 und 65 € pro Tonne. Ab 2028 bildet er sich frei im europäischen Emissionshandel. Wohin die Reise geht, zeigen die Prognosen: Das Kopernikus-Projekt Ariadne rechnet für 2030 mit 120 € pro Tonne, das Energiewirtschaftliche Institut in Köln sogar mit gut 150 €.

Infografik Entwicklung CO2-Preis pro Tonne

Wie effizient sind die beiden Systeme?

Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme, sie holt sie aus der Umgebung und hebt sie auf Heiztemperatur. Wie gut ihr das gelingt, misst die Jahresarbeitszahl über ein komplettes Jahr hinweg, inklusive kalter Wochen und Abtauzyklen. Im Mittel erreichen Anlagen laut Fraunhofer-Feldmessungen eine Jahresarbeitszahl von 3,3, Vamo Anlagen kommen auf 3,8.

Das heißt: Aus einer Kilowattstunde Strom werden fast vier Kilowattstunden Wärme. Eine moderne Ölheizung kommt auf einen Wirkungsgrad zwischen 85 und 95 %, verliert also einen Teil der Energie als Abwärme. Mehr als 100 % sind bei einer Verbrennung physikalisch nicht möglich.

Umgerechnet auf die Wärmemenge kostet dich eine Kilowattstunde aus der Wärmepumpe derzeit rund 8 ct, eine Kilowattstunde aus der Ölheizung rund 17 ct. Diese Schere ist der eigentliche Kern des Vergleichs. Sie öffnet sich weiter, weil der CO₂-Preis auf Heizöl wirkt, auf Strom aber nicht im selben Maß.

Wie sieht die Umweltbilanz aus?

Eine Ölheizung setzt pro verbranntem Liter rund 2,65 kg CO₂ frei. Dazu kommen Schwefeldioxid und Feinstaub sowie die Emissionen aus Förderung und Transport des Brennstoffs.

Eine Wärmepumpe stößt am Haus nichts aus. Ihre Bilanz hängt am Strommix und verbessert sich Jahr für Jahr automatisch, weil der Anteil erneuerbarer Energien im Netz wächst. Im Einfamilienhausbestand liegt ein Ölbrennwertkessel bei etwa 9,4 t CO₂ pro Jahr, eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,8 bei rund 1,9 t. Mit Ökostrom sinkt der Wert praktisch auf null.

Wer die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombiniert, drückt zusätzlich die Kosten. Eigener Solarstrom liegt bei Gestehungskosten von 8 bis 12 ct pro Kilowattstunde und damit deutlich unter dem Netzpreis.

Vergleich des CO₂-Ausstoßes verschiedener Wärmeerzeuger im Einfamilienhausbestand: Ölbrennwertkessel mit 9,4 t/Jahr, Gasbrennwertkessel mit 7,37 t/Jahr, Wärmepumpe (JAZ 3,8) mit 1,87 t/Jahr und Wärmepumpe mit Ökostrom (JAZ 3,8) mit 0,07 t/Jahr. Darunter zusätzliche Spezifikationen zu CO₂-Faktoren und Gebäudedaten.

Welche Voraussetzungen muss dein Haus erfüllen?

Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe brauchst du einen geeigneten Standort für die Außeneinheit, Platz für Speicher und Hydraulik im Haus und eine ausreichend dimensionierte Elektrik. Erd- und Wasser-Wärmepumpen setzen Bohrungen oder eine Grundwasserquelle voraus und sind genehmigungspflichtig.

Für eine Ölheizung brauchst du einen gut belüfteten Lagerraum für den Tank, einen funktionsfähigen Schornstein und eine regelmäßige Belieferung. Beides sind Anforderungen, die mit der Zeit eher aufwendiger werden, nicht einfacher.

Der Punkt, an dem die meisten zögern, ist die Dämmung. Dazu gleich mehr – die Sorge ist meist größer als das Problem.

Wärmepumpe vs. Ölheizung: Wer gewinnt in welchem Haus

Die Tabelle oben zeigt den Durchschnitt. Dein Haus ist aber kein Durchschnitt. Drei Fragen entscheiden, wie deutlich das Ergebnis ausfällt.

Wärmepumpe vs. Ölheizung im Altbau: Wer liegt vorn?

Der Altbau ist der häufigste Zweifelsfall und meistens weniger kritisch als gedacht. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die Vorlauftemperatur, die dein Haus im Winter braucht. Bis etwa 55 °C arbeitet eine moderne Wärmepumpe wirtschaftlich, und diesen Wert erreichen viele Altbauten mit den vorhandenen Heizkörpern.

Der ehrliche Test dauert einen kalten Abend: Dreh die Vorlauftemperatur an der Heizung schrittweise herunter und beobachte, ab wann es in den Räumen nicht mehr warm wird. Bleibt es bei 55 °C behaglich, passt die Wärmepumpe. Wenn nicht, reichen oft zwei oder drei größere Heizkörper in den kritischen Räumen. Eine Komplettsanierung braucht es dafür nicht.

Was rechnet sich über 20 Jahre?

Im Standardfall zahlst du für die Wärmepumpe rund 7.100 € mehr als für eine neue Ölheizung. Bei einer Betriebskostendifferenz von rund 1.800 € im Jahr ist dieser Vorsprung nach wenigen Jahren aufgebraucht – und das bei heutigen Preisen, also ohne Bio-Treppe und ohne den freien CO₂-Preis ab 2028.

Steht ohnehin ein Heizungstausch an, amortisiert sich die Wärmepumpe in der Regel nach sechs bis sieben Jahren. Mit eigener Photovoltaik geht es schneller. Die längere Perspektive rechnen wir im 20-Jahres-Vergleich durch.

Wann bleibt Öl die bessere Wahl?

Wenn deine Ölheizung erst wenige Jahre alt ist und zuverlässig läuft, gibt es keinen Grund zu tauschen. Bestandsschutz gilt, und eine funktionierende Anlage vorzeitig auszubauen rechnet sich selten.

Auch bei sehr hohen nötigen Vorlauftemperaturen und einem Haus ohne jede Sanierungsperspektive kann Öl kurzfristig günstiger bleiben. Und wer kurz vor dem Verkauf steht, holt die Investition über die Betriebskosten nicht mehr herein. In allen anderen Fällen ist das Rennen bei den heutigen Energiepreisen entschieden.

Infografik: Das Prinzip einer Ölheizung mit zentralem Warmwasserspeicher erklärt

Umstieg mit Vamo: Planung, Einbau, Service

Der Wechsel von Öl auf Wärmepumpe scheitert selten an der Technik, meistens an der Organisation. Vamo übernimmt den kompletten Ablauf: Beratung und Datenaufnahme laufen digital per Video, ein Vor-Ort-Termin ist für das Angebot nicht nötig.

Du bekommst dabei ein verbindliches Festpreisangebot. Stellt sich bei der Detailplanung heraus, dass mehr Leistung nötig ist, übernehmen wir die Mehrkosten. Reicht eine kleinere Anlage, geben wir die Ersparnis weiter. Der hydraulische Abgleich, das Zählerschrank-Upgrade und die Entsorgung der alten Anlage samt Öltank sind enthalten. Im Wärmepumpen-Anbietertest von CHIP wurde Vamo Testsieger, unter anderem weil Kostenvoranschlag und finales Angebot nahezu deckungsgleich waren.

Deinen Förderanspruch prüfen wir im Beratungsgespräch und begleiten dich durch den Antrag. Wer die Anlage über die Zeit abbezahlen will, startet ab 89 € im Monat, die durchschnittliche Rate liegt bei rund 191 €. Die Installation vor Ort dauert im Schnitt drei Tage.

Nach dem Einbau übernimmt Vamo Care Wartung und Fernüberwachung, mit bis zu 20 Jahren Garantie auf Innen- und Außeneinheit, Ersatzteile und Steuerung. Deinen tatsächlichen Verbrauch siehst du jederzeit in der Vamo App, ganz ohne zweiten Zähler.

Fazit: Die Rechtsfrage ist weg, die Kostenfrage bleibt eindeutig

Das GModG hat der Ölheizung eine zweite Chance gegeben. Genutzt hat es ihr wenig. Wer heute rechnet, zahlt für Öl rund das Doppelte an laufenden Kosten, trägt das volle Preisrisiko eines Weltmarkts und bekommt ab 2029 Pflichtanteile klimafreundlicher Brennstoffe dazu, deren Preis niemand kennt.

Die Wärmepumpe kostet in der Anschaffung mehr, holt diesen Abstand aber innerhalb weniger Jahre wieder herein – und das schon bei den heutigen Preisen. Dazu kommen aktuell noch bis zu 80 % Zuschuss, ein wachsender Anteil erneuerbarer Energien im Strommix und eine Technik, die in fast jedem Bestandsgebäude funktioniert, solange die Vorlauftemperatur passt.

Für die meisten Hausbesitzenden lautet die richtige Frage deshalb nicht mehr, ob sie umsteigen, sondern wann. Und die beste Antwort darauf ist: bevor die alte Anlage im Januar ausfällt.

Du bist noch unsicher?

Dann buche dir ein kostenfreies Beratungsgespräch. Die Expertinnen und Experten von Vamo beantworten deine Fragen gerne und helfen dir weiter.

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Häufige Fragen zu Wärmepumpe und Ölheizung

Ist eine neue Ölheizung 2026 noch erlaubt?

Ja. Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz vom 29. Juli 2026 ist die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien gestrichen, ein Einbauverbot gibt es nicht. Ab 2029 greift allerdings die Bio-Treppe: Neue Öl- und Gasheizungen müssen dann einen wachsenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe nutzen, beginnend mit 10 % und steigend auf 60 % im Jahr 2040. Ab 2045 müssen alle Heizungen klimaneutral laufen.

Muss ich meine alte Ölheizung austauschen?

In den meisten Fällen nicht. Das GModG kennt keine generelle Austauschpflicht, das frühere Betriebsverbot für alte Heizkessel ist gestrichen. Die 30-Jahre-Regel betrifft nur Konstanttemperatur-Kessel unter bestimmten Voraussetzungen, Niedertemperatur- und Brennwertgeräte sind ausgenommen. Welche Art in deinem Keller steht, sagt dir der Schornsteinfeger.

Wärmepumpe vs. Ölheizung: Was kostet im Jahr mehr?

Bei einem Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Wärmebedarf kostet die Ölheizung im September 2026 rund 3.700 € im Jahr, die Wärmepumpe rund 1.880 €. Die Differenz von etwa 1.800 € entsteht vor allem durch die Effizienz. Selbst am Tiefpunkt der letzten zwölf Monate, bei 94 ct pro Liter Heizöl, liegt die Wärmepumpe noch rund 500 € vorn.

Wie viel Förderung bekomme ich beim Wechsel von Öl auf Wärmepumpe?

Über die KfW-Heizungsförderung 458 gibt es 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und je nach Einkommen bis zu 40 % Einkommensbonus. Maximal sind 70 % möglich, bei niedrigem Haushaltseinkommen bis zu 80 %. Bezugsgröße sind förderfähige Kosten von höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit, der Zuschuss liegt damit bei maximal 22.400 €.

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau mit normalen Heizkörpern?

Meistens ja. Entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur, nicht das Baujahr. Bis etwa 55 °C arbeitet eine Wärmepumpe wirtschaftlich, und dieser Wert lässt sich an der bestehenden Anlage testen. Wo es nicht reicht, genügen oft größere Heizkörper in einzelnen Räumen statt einer kompletten Sanierung.

Was passiert mit dem Öltank nach dem Umstieg?

Der Tank wird fachgerecht entleert, gereinigt und ausgebaut. Bei Vamo ist die Entsorgung Teil des Festpreisangebots. Der frei werdende Raum im Keller ist oft der Nebeneffekt, den Kundinnen und Kunden am meisten schätzen, denn ein Öltank belegt schnell mehrere Quadratmeter.

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