Kommunale Wärmeplanung 2026: Warum Abwarten für Hausbesitzende jetzt zum Risiko wird
In Großstädten endet die fossile Schonfrist spätestens am 1. Juli 2026. Sobald der lokale Wärmeplan steht, greift die 65 %-Pflicht bei jedem Heizungstausch. Mit einer Wärmepumpe erfüllst du alle Vorgaben rechtssicher und sicherst dir bis zu 70 % Förderung. Erfahre hier, wie du jetzt einfach und durchdacht dein zukunftssicheres Zuhause gestaltest.
Viele Hausbesitzende glauben, sie müssten abwarten, bis die Stadt ihre Planung final abschließt. Doch Vorsicht: Die Veröffentlichung des Wärmeplans ist für die meisten Vororte kein Angebot, sondern die offizielle Absage an die Fernwärme. Sobald der Plan steht, endet deine Wahlfreiheit und die gesetzliche 65 %-Pflicht greift für dich sofort. Nutze das Jahr 2026, um dich unabhängig zu machen, bevor die Förderboni sinken und die Kosten für fossile Brennstoffe durch die Beimischpflicht ab 2029 drastisch steigen.
Du hast den Heizungstausch in den letzten zwei Jahren aufgeschoben? Damit bist du nicht allein. Viele Eigenheimbesitzende haben gehofft, dass die kommunale Wärmeplanung eine einfache Lösung von außen liefert – zum Beispiel durch einen Fernwärmeanschluss.
Im Januar 2026 zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Die Wärmepläne der Städte liegen vor und definieren den rechtlichen Rahmen für dein Zuhause. Für die Mehrheit der Bestandsimmobilien ist das Ergebnis eindeutig: Ein zentrales Wärmenetz wird es in deiner Straße nicht geben.
Das Thema kurz und kompakt
Planungssicherheit: Die kommunale Wärmeplanung (KWP) beendet das Rätselraten und legt fest, ob dein Haus an ein Wärmenetz angeschlossen wird oder du auf eine dezentrale Lösung wie die Wärmepumpe setzen musst.
Stichtag 2026: In Großstädten mit über 100.000 Einwohnern wird die 65 %-Pflicht für Erneuerbare Energien spätestens am 1. Juli 2026 „scharf geschaltet“.
Kostenrisiko: Wer jetzt noch auf fossile Heizungen setzt, zahlt ab 2029 drauf – durch steigende CO2-Preise und die gesetzliche Pflicht zur Beimischung teurer grüner Brennstoffe.
Konsequenzen: Hausbesitzenden drohen bei Verstößen gegen das Gebäudeenergiegesetz (GEG) Bußgelder von bis zu 50.000 €.
Gesetzliche Fristen: Wann deine Stadt bei der kommunalen Wärmeplanung liefern muss
Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) gibt klare Zeitpunkte vor, bis wann die Kommunen ihre Pläne fertiggestellt haben müssen. Diese Fristen hängen von der Einwohnerzahl deiner Stadt ab.
Wie du in der Grafik siehst, stehen wir aktuell kurz vor dem ersten großen Meilenstein:
82 Großstädte (ab 100.000 Einwohnern): Hier muss die Planung bis zum 30. Juni 2026 abgeschlossen sein. In Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Bremen oder Köln wird die Pflicht für Erneuerbare Energien damit zum 1. Juli 2026 verbindlich.
Kleinere Kommunen (bis 100.000 Einwohnern): Hier gilt der 30. Juni 2028 als spätester Termin. Aber Vorsicht: Viele Städte veröffentlichen ihre Pläne bereits deutlich früher, womit die Übergangsfristen sofort enden.
Das Zusammenspiel von WPG und GEG: Dein Startschuss für die Pflicht
Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) greifen wie zwei Zahnräder ineinander. Der Wärmeplan deiner Kommune ist dabei der entscheidende Auslöser für deine künftigen Heizpflichten:
Vor dem Wärmeplan: Solange deine Kommune keinen Plan beschlossen hat, nutzt du noch Übergangsfristen. Der Einbau einer Gasheizung ist mit einer verpflichtenden Beratung durch Fachleute noch möglich.
Nach dem Wärmeplan: Sobald deine Stadt den Plan offiziell verabschiedet, endet deine Wahlfreiheit. Wird dein Wohngebiet nicht als Wärmenetzgebiet ausgewiesen, musst du bei jedem Heizungstausch sicherstellen, dass deine neue Anlage zu mindestens 65 % mit Erneuerbaren Energien betrieben wird.
Deine Optionen ab dem 1. Juli 2026 im Überblick
Sobald der Wärmeplan vorliegt, hast du beim Heizungskauf nur noch eingeschränkte Möglichkeiten. Hier siehst du die Zusammenfassung der Optionen für dich als Hausbesitzende in einer Großstadt:
Heizungstyp
Erlaubt?
Bedingung
Wärmepumpe
Ja
Gilt als Erfüllung der 65 %-Regel ohne weiteren Nachweis (§ 71c GEG).
Fernwärme
Ja
Falls in deiner Straße tatsächlich verfügbar.
Gas- und Ölheizung (rein fossil)
Nein
Der Austausch gegen eine rein fossile Heizung ist unzulässig.
"H2-Ready" Gasheizung
Eingeschränkt
Nur zulässig, wenn dein Wohngebiet im Wärmeplan verbindlich als Wasserstoff-Netzausbaugebiet ausgewiesen ist und der Betreiber einen genehmigten Transformationsplan vorlegt. Ohne diese explizite Ausweisung ist eine H2-Ready-Heizung für die Erfüllung des GEG faktisch wertlos.
Pellet- / Holzheizung
Ja
Erfüllt die gesetzliche 65 %-Vorgabe.
Die drei Zonen der Wärmeplanung: Was plant deine Stadt?
Ein kommunaler Wärmeplan teilt dein Stadtgebiet in drei Kategorien ein. Deine Strategie für den Heizungstausch hängt davon ab, in welcher Zone deine Immobilie liegt:
Wärmenetz-Eignungsgebiet: Hier prüfen Kommunen den Ausbau von Fern- oder Nahwärmenetzen. Wichtig für dich: Ein Eignungsgebiet ist kein fertiger Anschluss. Der Bau dauert oft zehn bis 15 Jahre.
Wasserstoff-Netzgebiet: Einige Pläne sehen die Umstellung des Gasnetzes auf Wasserstoff vor. Experten warnen dich jedoch vor diesem Weg: Wasserstoff wird voraussichtlich um den Faktor fünf bis sechs teurer sein als der Strom für deine Wärmepumpe.
Dezentrales Versorgungsgebiet: Das betrifft rund 95 % aller Einfamilienhausgebiete. Deine Kommune liefert hier keine zentrale Wärme. Die Wärmepumpe wird hier zum Standard.
Warum deine Gasheizung zur Kostenfalle wird
Deine Entscheidung für ein Heizsystem im Jahr 2026 ist eine langfristige Vermögensentscheidung. Wenn du jetzt noch auf fossile Brennstoffe setzt, unterschätzt du zwei massive Kostentreiber:
Kostenfalle Gas: Warum CO2-Preise und Netzentgelte dein Budget sprengen können
Deine Entscheidung für eine neue Gas- oder Ölheizung im Jahr 2026 ist finanziell riskant. Wer jetzt noch auf fossile Brennstoffe setzt, unterschätzt die Kombination aus gesetzlichen Pflichten und steigenden Netzentgelten:
Die 2029-Pflicht zur grünen Energie: Baust du heute noch eine Gasheizung ein, verpflichtet dich das Gesetz (§ 71 Abs. 9 GEG), diese schrittweise mit teuren grünen Brennstoffen (Biomethan oder Wasserstoff) zu betreiben. Ab 2029 müssen es mindestens 15 % sein, ab 2035 bereits 30 %, ab 2040 mindestens 60 % und ab 2045 folgt das komplette Ende fossiler Brennstoffe.
Die steigenden Netzentgelte: Das Gasnetz verursacht hohe Fixkosten für Wartung und Betrieb. Wenn in deiner Nachbarschaft immer mehr Menschen auf Wärmepumpen umsteigen, müssen immer weniger Personen diese Kosten tragen. Die Folge: Die Netzentgelte pro verbrauchter Kilowattstunde steigen für die verbleibenden Haushalte exponentiell an. Wer als Letzter am Gasnetz hängt, zahlt die Zeche für die gesamte Infrastruktur. Zusätzlich verschärft sich die Lage, da die Bundesnetzagentur bereits Strategien zur Stilllegung von Gasnetzen prüft, was den finanziellen Druck auf die verbleibenden Nutzenden weiter erhöht.
Der CO2-Preissprung: Ab 2026 steigt der CO2-Preis auf 55 bis 65 € pro Tonne. Ab 2027 folgt der Übergang in den europäischen Emissionshandel (ETS II), bei dem der Markt den Preis regelt. Experten erwarten für die 2030er-Jahre Preise von über 200 € pro Tonne, was deine Heizkosten massiv in die Höhe treibt.
Das finanzielle Risiko ist also hoch – doch neben der Kostenfalle drohen dir auch unmittelbare rechtliche Konsequenzen, sobald die kommunale Wärmeplanung in deiner Stadt offiziell greift.
Die Konsequenzen: Was passiert bei einem Verstoß?
Wer sich ab Juli 2026 in einer Großstadt nicht an die Vorgaben des GEG hält, riskiert empfindliche Sanktionen:
Hohe Bußgelder: Ein Verstoß wird als Ordnungswidrigkeit eingestuft und kann dich bis zu 50.000 Euro kosten (§ 108 GEG).
Rückbau-Anordnung: Die Behörde kann die Nutzung untersagen oder den Rückbau der illegalen Heizung anordnen.
Verlust der Förderung: Du verwirkst jeden Anspruch auf staatliche Zuschüsse (bis zu 70 %) und trägst die vollen Kosten deiner Korrekturmaßnahme allein.
Haftung der Betriebe: Seriöse Fachbetriebe werden den Einbau verweigern, da auch ihnen Bußgelder bis zu 5.000 Euro drohen.
Das Risiko hoher Strafen und der Verlust deiner Investition müssen jedoch nicht sein. Im Gegenteil: Die aktuelle Planungssicherheit gibt dir die Chance, den Umstieg auf deine Wärmepumpe finanziell so attraktiv wie möglich zu gestalten. Wenn du jetzt handelst, wandelst du den gesetzlichen Druck in einen echten finanziellen Vorteil um.
70 % Förderung: Nutze das Zeitfenster für den maximalen Zuschuss
Der Staat belohnt dein frühes Handeln mit dem Klimageschwindigkeitsbonus. Aktuell sicherst du dir so die maximale Unterstützung:
Förderkomponente
Fördersatz
Details
Grundförderung
30 %
Erhältst du für jeden gesetzeskonformen Heizungstausch.
Klimageschwindigkeitsbonus
20 %
Wenn du deine funktionierende fossile Heizung tauschst.
Einkommensbonus
30 %
Bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro / Jahr.
Maximal-Förderung
70 %
Gedeckelt auf 30.000 Euro Investitionskosten.
Du profitierst am meisten, wenn du nicht bis zum letzten Moment wartest. Der Klimageschwindigkeitsbonus ist dein Hebel, um die Investitionskosten für deine Wärmepumpe massiv zu senken. Da dieser Bonus ab 2029 stufenweise sinkt, ist das Jahr 2026 dein optimales Zeitfenster, um die volle staatliche Unterstützung ohne Zeitnot mitzunehmen.
Wer 2026 handelt, sichert sich die 20 % Extra-Förderung sicher und vermeidet den massiven Ansturm zum Fristende 2028. Ab dem 1. Januar 2029 sinkt der Satz bereits auf 17 % – ein späterer Umstieg kostet dich also bares Geld, während die Betriebskosten für deine alte Heizung bereits heute steigen.
Fazit
Die kommunale Wärmeplanung ist dein Kompass für die nächsten 20 Jahre. Sie zeigt dir, dass deine eigenständige Versorgung mit einer Wärmepumpe die sicherste Methode ist, um fossilen Preissteigerungen und Bußgeldern zu entkommen.
Das Vamo Team unterstützt dich bei der Analyse deines Standorts. Mit unserem Rundum- sorglos-Paket kümmern wir uns um deine Planung, Installation und die maximale Förderung.
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Wann muss meine Kommune die Wärmeplanung fertigstellen?
In Großstädten über 100.000 Einwohnern müssen die Pläne bis zum 30. Juni 2026 erstellt sein. In Ländern wie Niedersachsen oder Schleswig-Holstein sind viele Orte bereits deutlich weiter.
Was passiert, wenn Fernwärme in meiner Straße nicht kommt?
Das ist oft dein Vorteil. Ohne Fernwärme behältst du die volle Kontrolle über deine Anlage. In einigen Wärmenetzgebieten besteht hingegen eine Anschlusspflicht, die dir die Entscheidung über dein Heizsystem entzieht. Mit einer Wärmepumpe bleibst du unabhängig von zentralen Versorgern.
Darf ich meine alte Heizung noch reparieren?
Ja, solange deine Heizung repariert werden kann, darfst du das tun. Nach § 71i GEG hast du bei einem irreparablen Defekt (Heizungshavarie) fünf Jahre Zeit für den Umstieg. Wichtig ist jedoch: Du musst bereits ab dem ersten Jahr der Übergangslösung sicherstellen, dass dein künftiges System die 65 %-Vorgabe erfüllen wird. Ein bloßer Austausch gegen eine gebrauchte Gasheizung ohne langfristigen Plan ist wirtschaftlich und rechtlich riskant.
Welche Software-Tools werden für die Planung genutzt?
Kommunen nutzen professionelle Analysetools, um Wärmebedarfe und Potenziale zu ermitteln. Du kannst die Ergebnisse oft parzellenscharf in den Online-Karten deiner Stadtverwaltung einsehen.
Welche Förderungen gibt es für Wärmepumpen zusätzlich zur Bundesförderung?
Zusätzlich zur Bundesförderung bieten viele Kommunen eigene Förderprogramme für Wärmepumpen an. Diese können als direkte Zuschüsse, vergünstigte Kredite oder Steuervorteile gewährt werden. Einige Städte und Gemeinden fördern auch vorbereitende Maßnahmen wie Energieberatungen oder hydraulische Abgleiche. Die Höhe der lokalen Förderung variiert stark zwischen den Kommunen. Informiere dich bei deiner Stadtverwaltung oder dem örtlichen Klimaschutzmanager über verfügbare Programme. Oft müssen Anträge vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
Die Energiewende und auch die aktuellen Entwicklungen in der Gesetzgebung werfen die Frage auf: Lohnt es sich jetzt noch, eine neue Ölheizung einzubauen? Dieser Beitrag beantwortet die Frage und stellt eine alternative Heizmethode - die Wärmepumpe- vor.
Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe: Lohnt sich die Anschaffung?
Die steigenden Energiekosten und der Druck, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, machen den Wechsel zu erneuerbaren Energiequellen attraktiver denn je. Wärmepumpen sind dabei eine beliebte Option, doch stellst du dir oft die Frage: Wie wirtschaftlich ist eine Wärmepumpe wirklich? In diesem Artikel klären wir, welche Faktoren die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe beeinflussen, welche Kosten zu erwarten sind und wann sich die Investition lohnt.
Von Gasheizung zu Wärmepumpe wechseln: Kosten und Voraussetzungen im Überblick
Viele Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen stehen vor der Herausforderung, ihre veraltete Gasheizung zu ersetzen oder umfassende Gebäudesanierungen durchzuführen. Dabei lohnt es sich, über den Tellerrand hinauszuschauen und alternative Heizlösungen in Betracht zu ziehen. Wärmepumpen stellen dabei eine immer beliebtere und nachhaltigere Option als die herkömmliche Gasheizung dar. In diesem Artikel beleuchten wir die Vorteile des Wechsels zu solchen umweltfreundlichen Heizsystemen.
Viele Hausbesitzende glauben, sie müssten abwarten, bis die Stadt ihre Planung final abschließt. Doch Vorsicht: Die Veröffentlichung des Wärmeplans ist für die meisten Vororte kein Angebot, sondern die offizielle Absage an die Fernwärme. Sobald der Plan steht, endet deine Wahlfreiheit und die gesetzliche 65 %-Pflicht greift für dich sofort. Nutze das Jahr 2026, um dich unabhängig zu machen, bevor die Förderboni sinken und die Kosten für fossile Brennstoffe durch die Beimischpflicht ab 2029 drastisch steigen.