
Die Wärmewende in den eigenen vier Wänden beginnt meist im Heizungskeller. Wenn du dich mit dem Umstieg von Öl oder Gas auf eine umweltfreundliche Luft-Wasser-Wärmepumpe beschäftigst, triffst du unweigerlich auf die Frage nach der passenden Bauart. Split-Wärmepumpen nutzen die Energie der Außenluft, doch sie unterscheiden sich in Aufbau und Installation deutlich von anderen Systemen. In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte über die Split-Variante, damit du eine fundierte Entscheidung für dein Zuhause treffen kannst. Einen detaillierten Überblick über die alternative Bauform findest du in unserem Artikel zu Monoblock-Wärmepumpen.
Der Name „Split“ (englisch für „geteilt“) verdeutlicht den Aufbau: Die technischen Komponenten der Wärmepumpe sind auf zwei Gehäuse aufgeteilt.
Verbunden werden beide Teile durch dünne Kupferrohre. Im Gegensatz zum Monoblock, bei dem der gesamte Kälteprozess in der Außeneinheit stattfindet und nur warmes Wasser ins Haus geleitet wird, zirkuliert bei der Split-Wärmepumpe das Kältemittel zwischen innen und außen.
Der entscheidende Unterschied liegt im Ort des Wärmetauschers. Während beim Monoblock die Wärmeübertragung auf das Heizungswasser bereits draußen im Gerät erfolgt, passiert dies bei der Split-Wärmepumpe erst im Haus.
Dies hat einen technischen Vorteil: Da zwischen den Einheiten kein Wasser, sondern Kältemittel fließt, besteht keine Frostgefahr für die Leitungen im Außenbereich – selbst bei einem Stromausfall im tiefsten Winter. Allerdings bringt dieser „offene“ Kältekreislauf auch Anforderungen mit sich. Die Leitungen müssen vor Ort verlegt, verbunden und evakuiert – also mithilfe einer Vakuumpumpe von Luft und Feuchtigkeit befreit – werden.

Die Split-Bauweise punktet vor allem dort, wo bauliche Gegebenheiten viel Flexibilität in Bezug auf den Aufstellort der Wärmepumpe erfordern:
Wo Vorteile sind, gibt es auch Herausforderungen. Der größte Nachteil der Split-Wärmepumpe ist der Installations- und Instandhaltungsaufwand:

In der reinen Anschaffung sind Split-Wärmepumpen oft günstiger als Monoblock-Systeme (ca. 8.000 € bis 15.000 €). Dieser Vorteil relativiert sich jedoch meist durch die aufwendigere Installation (ca. 5.000 € bis 10.000 €) und die regelmäßigen Folgekosten.
Während die jährlichen Stromkosten bei beiden Systemen vergleichbar sind, fallen bei Split-Geräten oft gesetzlich vorgeschriebene Dichtheitsprüfungen an, die mit etwa 150-250 € pro Jahr zu Buche schlagen. Berücksichtigt man zudem die tendenziell geringere Effizienz herkömmlicher Kältemittel bei extremer Kälte, ist die vermeintliche Ersparnis beim Kaufpreis langfristig oft nicht gegeben.
Bei Vamo verfolgen wir das Ziel, Wärmepumpen so einfach und effizient wie möglich zu machen. Deshalb installieren wir ausschließlich Monoblock-Wärmepumpen von Premium-Herstellern wie Vaillant und Viessmann.
Unsere Gründe für den Monoblock:

Die Split-Wärmepumpe hat ihre Berechtigung, wenn der Platz im Außenbereich extrem begrenzt ist oder sehr weite Wege zum Heizungskeller zurückgelegt werden müssen. Für die meisten Einfamilienhäuser im Bestand ist jedoch der Monoblock die klügere Lösung: Er ist sicherer gegen Leckagen, wartungsfreundlicher und nutzt die modernsten, saubersten Kältemittel. Einen detaillierten Vergleich der beiden Systeme findest du in unserem Magazin-Artikel Monoblock vs. Split-Wärmepumpe.
Beim Monoblock befindet sich der gesamte Kältekreislauf in einem Gehäuse im Außenbereich. Bei der Split-Wärmepumpe ist die Technik auf eine Innen- und eine Außeneinheit aufgeteilt, die über Kältemittelleitungen verbunden sind.
Der Aufwand ist höher, da die Kältemittelleitungen vor Ort fachgerecht verlegt, verschraubt oder gelötet und anschließend auf Dichtheit geprüft werden müssen. Dies erfordert spezialisiertes Fachpersonal mit Kältemittelschein.
Ja, eine allgemeine Wartung der Heizung ist immer ratsam. Bei Split-Geräten kommt jedoch oft eine gesetzliche Pflicht zur Dichtheitsprüfung des Kältemittelkreislaufs hinzu, was die Betriebskosten erhöhen kann.
Ja, die meisten modernen Split-Wärmepumpen verfügen über eine Umkehrfunktion und können im Sommer zur sanften Kühlung der Wohnräume genutzt werden – vorausgesetzt, die Flächenheizung (z. B. Fußbodenheizung) ist dafür ausgelegt.
Bei der Entscheidung für ein Wärmepumpensystem solltest du nicht nur auf die Anschaffungskosten, sondern vor allem auf die Installations- und Folgekosten achten.
Split-Geräte erfordern bei der Montage einen zertifizierten Kältetechniker und – je nach Füllmenge – regelmäßige, gesetzlich vorgeschriebene Dichtheitsprüfungen des Kältemittelkreislaufs.
Das erhöht die Komplexität und die Betriebskosten über die Jahre. Ein hermetisch geschlossener Monoblock umgeht diese Hürden oft komplett.