
Du willst deine alte Heizung ersetzen und fragst dich, welche Wärmepumpe die richtige ist? Die Wahl beginnt bei der Wärmequelle: Außenluft, Erdreich oder Grundwasser. Davon hängen Effizienz, Kosten, Genehmigungen und der Aufwand auf deinem Grundstück ab. In diesem Wärmepumpen-Vergleich stellen wir dir alle vier Arten mit ihren Stärken und Grenzen vor und zeigen, welche Hersteller wir für den Heizungstausch empfehlen.
Wärmepumpen unterscheiden sich danach, mit welchen Wärmeträgern sie arbeiten. Die Bezeichnung besteht immer aus zwei Teilen, zum Beispiel Luft-Wasser-Wärmepumpe. Der erste Teil nennt die Wärmequelle, aus der die Wärmepumpe Energie aufnimmt. Der zweite Teil nennt die Wärmesenke, an die sie die nutzbare Wärme abgibt. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt also die Außenluft als Quelle und gibt die Wärme an das Heizungswasser ab.

Luft-Wasser-Wärmepumpen entziehen der Außenluft Wärme und geben sie an Heizkörper, Fußbodenheizung und Warmwasserspeicher ab. Sie sind die mit Abstand häufigste Wärmepumpe in Deutschland, weil sie ohne Bohrung auskommen und sich in fast jedem Gebäude nachrüsten lassen.
Experten-Tipp: Durch die zusätzliche Installation einer Photovoltaikanlage machst du dich größtenteils unabhängig von Strompreisen. Du kannst deinen eigenen Strom produzieren und so deine laufenden Betriebskosten weiter senken. Ob sich zusätzlich ein Wärmepumpentarif lohnt, hängt vor allem an deinem Zählerschrank. Was dafür spricht und was dagegen, liest du im Beitrag zum Wärmepumpen-Stromtarif.

Luft-Luft-Wärmepumpen arbeiten nach einem anderen Prinzip: Sie ziehen Wärme aus der Außenluft und blasen sie über Innengeräte direkt in die Räume. Ein Heizungswasserkreislauf ist nicht nötig.
Sole-Wasser-Wärmepumpen, auch als Erdwärmepumpen bekannt, nutzen die im Erdreich gespeicherte Wärme. Über Erdsonden oder Flächenkollektoren zirkuliert eine Sole, ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, und transportiert die Wärme zur Wärmepumpe.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen das Grundwasser als Wärmequelle. Ein Förderbrunnen pumpt das Wasser zur Wärmepumpe, ein Schluckbrunnen leitet es abgekühlt zurück ins Erdreich.

Die JAZ-Werte stammen aus dem Feldtest des Fraunhofer ISE in Bestandsgebäuden (2025), die Erschließungskosten von co2online (Stand Juli 2026).
Die Auswahl hängt von deinem Haus, deinem Grundstück und deinem Budget ab. Diese Faktoren helfen dir bei der Entscheidung.
Im Neubau lassen sich Bohrungen und Erdarbeiten von Anfang an einplanen. Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen sind dort deshalb leichter umzusetzen. Im Altbau ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe meist die praktischere Lösung, weil sie sich ohne Erdarbeiten nachrüsten lässt. Dass sie dort effizient arbeitet, zeigt der Fraunhofer-Feldtest: Das Baujahr hatte keinen messbaren Einfluss auf die Effizienz.
Für größere Gebäude und Mehrfamilienhäuser werden häufig Erdwärmepumpen oder mehrere Geräte im Verbund eingesetzt, weil die Heizlast höher ist. Für Ein- und Zweifamilienhäuser reicht in aller Regel eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit passender Leistung, Grundlage ist eine Heizlastberechnung.
In der Stadt mit kleinen Grundstücken ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe meist die einzige realistische Option. Wo Platz und Zufahrt für ein Bohrgerät vorhanden sind und die Wasserbehörde zustimmt, kommen auch Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpen infrage.
In den meisten Regionen Deutschlands arbeiten Luft-Wasser-Wärmepumpen zuverlässig, auch bei Frost. In sehr kalten Lagen spielen Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen ihren Vorteil der gleichmäßigen Quelltemperatur stärker aus.
Luft-Luft- und Luft-Wasser-Wärmepumpen sind in der Anschaffung am günstigsten. Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen kosten wegen der Erschließung deutlich mehr, haben dafür niedrigere Stromkosten im Betrieb.

Wir installieren ausschließlich Luft-Wasser-Wärmepumpen für den Heizungstausch im Bestand. Welches Gerät passt, entscheiden wir nach deinem Haus, nicht nach Hersteller. Im Portfolio sind Geräte von drei Herstellern, alle mit dem natürlichen Kältemittel R290.
Vaillant gehört zu den bekanntesten Herstellern von Heiztechnik in Deutschland. Die aroTHERM plus erreicht bis zu 75 °C Vorlauf und ist unsere Gesamtempfehlung für Altbauten mit Heizkörpern. Die kompakte aroTHERM pro eignet sich für kleine Grundstücke.
Viessmann steht für intelligentes Energiemanagement. Die Vitocal 250-A ist Testsieger der Stiftung Warentest 10/2025 und besonders leise, die Vitocal 150-A punktet mit wenig Platzbedarf im Heizungskeller.
Fox ESS fertigt Heiztechnik und Batteriespeicher weltweit in großen Stückzahlen. Die HP-Serie erreicht bis zu 75 °C Vorlauf und ist unser Preis-Leistungs-Tipp für kleinere bis mittlere Einfamilienhäuser. Als neuer Hersteller auf dem deutschen Markt war Fox ESS noch nicht Teil der Stiftung Warentest.
Alle Modelle mit Kennzahlen, Testergebnissen und unserer Einordnung findest du in unserem Wärmepumpen-Test 2026.
Im aktuellen Wärmepumpen-Test der Stiftung Warentest aus Ausgabe 10/2025 wurden fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen geprüft, vier schnitten mit „gut“ ab. Testsieger wurde die Viessmann Vitocal 250-A mit der Note 2,0, die Vaillant aroTHERM plus erhielt 2,3. Wie wir die Ergebnisse einordnen und warum unsere Empfehlung davon abweicht, erklären wir im Wärmepumpen-Test.

Für die meisten Bestandsgebäude ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die beste Wahl: Sie braucht keine Bohrung, lässt sich in fast jedes Haus nachrüsten und erreicht im Feldtest auch im Altbau eine gute Effizienz. Erdwärmepumpen arbeiten noch sparsamer, lohnen sich aber nur, wenn Grundstück, Budget und Genehmigung passen. Grundwasser-Wärmepumpen sind eine Speziallösung für Standorte mit geeigneter Wasserquelle, Luft-Luft-Wärmepumpen eine Option für sehr gut gedämmte Häuser.
In einer Modellrechnung für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 179 m² Wohnfläche und 16.200 kWh Wärmebedarf im Jahr kostet das Heizen mit einer Wärmepumpe rund 1.279 € im Jahr, mit Gas rund 1.800 €. Das ist eine Durchschnittsrechnung auf Basis unserer Projektdaten, keine individuelle Zusage.
Bei Vamo bekommst du Planung, Installation durch den Fachbetrieb Wärmepumpe, Förderberatung und Wartung aus einer Hand. Mit Vamo Flex finanzieren wir deinen Förderanteil zinsfrei vor, bis die KfW-Förderung an dich ausgezahlt wird. Deinen Eigenanteil zahlst du am 1. Baustellentag, der Förderanteil wird erst nach der KfW-Auszahlung fällig – spätestens 90 Tage nach der Inbetriebnahme deiner Anlage. Wenn du lieber in Raten zahlst, gibt es die Finanzierung ab 89 € im Monat für Geräte von Vaillant und Viessmann. Die reale Durchschnittsrate liegt bei 191 € im Monat, Wartung und Vamo Care sind darin nicht enthalten.
Die beste Wärmepumpe gibt es nicht pauschal, sie hängt von deinem Haus und Grundstück ab. Für die meisten Bestandsgebäude ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die beste Wahl, weil sie ohne Bohrung auskommt und sich fast überall nachrüsten lässt. Erdwärmepumpen sind effizienter, brauchen aber Platz, eine Bohrung und ein höheres Budget. Welche Art und welches Gerät zu dir passen, klären wir in der kostenlosen Beratung.
Im Feldtest des Fraunhofer ISE in Bestandsgebäuden erreichten Erdwärmepumpen die höchste mittlere Jahresarbeitszahl von 4,3, Luft-Wasser-Wärmepumpen kamen auf 3,4. Grundwasser-Wärmepumpen gelten wegen der gleichmäßigen Wassertemperatur ebenfalls als sehr effizient, aktuelle Felddaten gibt es aber kaum. Entscheidend für die Effizienz im Alltag sind die Vorlauftemperatur und die richtige Einstellung. Details findest du im Artikel Welche Wärmepumpe ist am effizientesten?
Der größte Kostenunterschied liegt in der Erschließung der Wärmequelle. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kommt ohne Bohrung aus, bei Vamo kostet sie im Schnitt rund 32.000 € vor Förderung (Stand September 2026). Bei einer Erdwärmepumpe kommen laut co2online im Schnitt rund 16.000 € für die Bohrung hinzu, bei einer Grundwasser-Wärmepumpe 8.000 bis 16.000 € für die Brunnen. Luft-Luft-Wärmepumpen sind am günstigsten, bereiten aber kein Warmwasser.
Alle vier Arten können über die KfW-Heizungsförderung gefördert werden, wenn sie die technischen Mindestanforderungen erfüllen. Seit dem 21. Juli 2026 gibt es bis zu 70 % der förderfähigen Kosten, bei einem Haushaltseinkommen bis 30.000 € bis zu 80 %. Förderfähig sind höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit. Bei Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen zählen auch Bohrung und Erschließung dazu. Alle Details findest du im Ratgeber zur KfW-Förderung für Wärmepumpen.
In unserem Wärmepumpen-Test 2026 ist die Vaillant aroTHERM plus unsere Gesamtempfehlung für Altbauten mit Heizkörpern, weil sie bis zu 75 °C Vorlauf erreicht. Die Fox ESS HP-Serie ist unser Preis-Leistungs-Tipp, die Viessmann Vitocal 250-A der Testsieger der Stiftung Warentest 10/2025. Welches Modell für dein Haus am besten passt, hängt von Heizlast, Heizkörpern und Aufstellort ab. Alle Modelle im Detail findest du in unserem Vergleich der Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Prüfe zuerst dein Grundstück, dann die Technik. Eine Erdsonde braucht Zufahrt für das Bohrgerät und eine Anzeige bei der Wasserbehörde, eine Grundwasser-Wärmepumpe zwei Brunnen und eine wasserrechtliche Erlaubnis. Im Bestand entscheidet deshalb oft der Platz, nicht die Effizienz.