
Die Wärmepumpen-Kosten für die Installation sorgen regelmäßig für Diskussionen. Während Eigenheimbesitzende in Großbritannien oder Polen oft von Gesamtkosten im niedrigen fünfstelligen Bereich berichten, liegen die Angebote in Deutschland schnell bei 30.000 € – 45.000 € reinen Anschaffungskosten (ohne Förderzuschuss). Doch dieser Vergleich hinkt – denn die technische Realität und die steuerlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich massiv.
Die reine Hardware kostet bei Premium-Herstellern wie Vaillant oder Viessmann in ganz Europa ähnlich viel – theoretisch. In der Praxis zeigen sich jedoch regionale Unterschiede: In Polen oder Tschechien sind identische Geräte oft 15 %-20 % günstiger. Das liegt vor allem am Verzicht auf den in Deutschland dominierenden dreistufigen Vertriebsweg (Hersteller – Großhandel – Handwerk). In Osteuropa setzen Hersteller häufiger auf den Direktvertrieb an Montagebetriebe, wodurch Margen des Zwischenhandels entfallen.
Viel entscheidender für den Heizungstausch ist jedoch das Systemumfeld und die Steuer:
Hinter den Preisunterschieden stehen somit technische und regulatorische Gründe, die weit über das reine Gerät hinausgehen. Wir haben die fünf entscheidenden Faktoren für dich zusammengefasst:
In Skandinavien und Frankreich sind Luft-Luft-Wärmepumpen weit verbreitet. Diese sind günstig, können aber kein Wasser erwärmen. In Deutschland setzen wir fast ausschließlich auf Luft-Wasser-Wärmepumpen. Diese binden wir aufwendig in dein bestehendes Heizkörper-System ein und nutzen sie auch für dein Warmwasser. Das erfordert zusätzliche Speicher und komplexere Rohrleitungen, was den Preis der Installation nach oben treibt.
In Deutschland setzen wir konsequent auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan). Dies ist extrem klimafreundlich und ermöglicht hohe Vorlauftemperaturen, was beim Heizungswechsel im Altbau entscheidend ist. Die Wärmepumpen, die R290 nutzen, sind aufgrund höherer Sicherheitsanforderungen teurer in der Herstellung. Im Ausland werden oft noch günstigere, synthetische Kältemittel wie R32 verbaut, die jedoch weniger zukunftssicher und nachhaltig sind.
Ein deutsches Installationsteam benötigt für eine fachgerechte Einbindung in den Bestand oft fünf bis sieben Arbeitstage. In Ländern wie Großbritannien wird oft auf den hydraulischen Abgleich oder den Zählerschrank-Umbau verzichtet, was die Montagezeit auf zwei Tage drückt. Zusammen mit den höheren deutschen Lohnnebenkosten entstehen hier signifikant höhere Arbeitskosten pro Projekt.
Wusstest du schon?
Vamo benötigt für den Einbau bei dir vor Ort in der Regel nur 3 Tage. In dieser Zeit kümmern wir uns um den kompletten Heizungstausch: Wir bauen deine alte Anlage aus, entsorgen sie fachgerecht und installieren dein neues System. Für dich bedeutet das: weniger Ausfall von Heizung sowie Warmwasser und schneller zurück zur Normalität.
Während die Bundesregierung den Heizungswechsel fördert, schlägt sie gleichzeitig 19 % Mehrwertsteuer auf den Gesamtpreis auf. Unsere Nachbarn sind hier konsequenter: In Großbritannien zahlst du 0 % MwSt., in Frankreich nur 5,5 % auf deine Wärmepumpe. Bei einer 35.000 Euro Anlage macht allein die deutsche Steuer fast 6.000 Euro aus – ein klarer Kostentreiber im europäischen Vergleich.
In vielen Ländern wird das Warmwasser separat über elektrische Durchlauferhitzer erzeugt. In Deutschland übernimmt die Wärmepumpe diese Aufgabe meist mit. Das bedeutet: Wir installieren eine zentrale Gesamtlösung mit Warmwasserspeicher. Das erhöht den Komfort und die Effizienz im Betrieb, steigert aber die Anfangsinvestition für das Material und die Montage.

Es klingt paradox: In Deutschland unterstützt dich der Staat mit bis zu 70 % Förderung. Doch genau diese hohen prozentualen Zuschüsse bremsen den Preisdruck am Markt. Wenn du als Kunde weißt, dass du nur einen Bruchteil des Preises selbst zahlst, sinkt deine Sensibilität für den Gesamtpreis. Ein Angebot über 40.000 Euro wirkt weniger abschreckend, wenn die staatliche KfW davon 21.000 Euro übernimmt.
In Ländern wie Großbritannien funktioniert das System über Festzuschüsse – zum Beispiel 7.500 Pfund. Hier haben die Handwerksbetriebe einen extremen Anreiz, die Gesamtkosten so weit wie möglich zu senken. Je günstiger das System wird, desto näher rückt der Eigenanteil für dich an die Null-Euro-Grenze.
In Deutschland knüpft der Staat die hohen Fördersummen zudem an komplexe technische Auflagen. Diese hohen Qualitätsstandards halten die Basiskosten stabil auf einem hohen Niveau. Das Vamo Team durchbricht diese Dynamik, indem wir auf standardisierte Prozesse setzen. So bieten wir dir trotz des komplexen Marktes faire Konditionen an. Damit du dabei keine Zeit verlierst, begleiten wir dich durch den gesamten Prozess der KfW-Förderung.
Um zu verstehen, warum wir in Deutschland beim Einbau von Wärmepumpen so viel Wert auf Präzision legen, lohnt sich ein Blick auf die Betriebskosten. In skandinavischen Ländern ist Strom extrem günstig. Dort rechnet sich eine Wärmepumpe selbst dann, wenn sie weniger effizient installiert wurde.
In Deutschland sind die Strompreise im Vergleich zum Gaspreis deutlich höher. Damit deine Wärmepumpe wirtschaftlich arbeitet, muss sie eine hohe Jahresarbeitszahl (JAZ) erreichen. Die Formel für deine Ersparnis lautet:
JAZ = Erzeugte Wärmeenergie (kWh/a) / Eingesetzte elektrische Energie (kWh/a)
In Skandinavien reicht oft eine JAZ von 2,0 aus, um Kosten zu sparen. In Deutschland benötigen wir aufgrund des Preisverhältnisses unseres Stroms eine JAZ von mindestens 3,5. Deshalb ist eine hochwertige Planung und Installation kein Luxus, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Die höheren Investitionskosten fließen direkt in eine höhere Effizienz. So sparst du über die nächsten 25 Jahre jeden Monat bares Geld bei deiner Stromrechnung.

Wärmepumpen in Deutschland sind komplexe Gesamtlösungen. Die höheren Kosten resultieren aus der Steuerlast, teurerem Kältemittel und einer Optimierung auf maximale Ersparnis. Dank der Förderung bleibt dein Eigenanteil dennoch konkurrenzfähig.
Du bist noch unsicher?
Ein Preisvergleich lohnt sich nur, wenn auch die Leistung vergleichbar ist. Wir prüfen für dich kostenlos, welches System in deinem Haus die beste Rendite erzielt.
Nein, die Hardware ist meist identisch. Der entscheidende Unterschied liegt im Systembau. In Deutschland installieren wir zusätzliche Komponenten wie Puffer- und Warmwasserspeicher sowie Regelsysteme, um die Effizienz bei unseren Strompreisen zu garantieren.
R290 ist ein natürliches Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von fast Null. Es ist von künftigen Verboten ausgenommen und ermöglicht höhere Temperaturen für deine Heizkörper – ideal für den Bestand.
Davon raten wir dringend ab. Für die staatliche KfW-Förderung benötigst du zwingend die Fachunternehmererklärung eines zertifizierten Betriebs. Zudem gefährden Eigenleistungen deinen Versicherungsschutz und die Garantie.
Der Fokus liegt auf den Grenzkosten pro Kilowattstunde Wärme. Durch die präzise Planung verbraucht dein System deutlich weniger Strom. Über eine Lebensdauer von 25 Jahren sparst du so ein Vielfaches der Anschaffungskosten wieder ein.
Aktuell gibt es in Deutschland keine Nullsteuer für Wärmepumpen (anders als bei PV-Anlagen). Die Steuer wird auf das gesamte Angebot fällig, was den Bruttopreis im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien stark erhöht.
Wir begleiten dich durch den kompletten Prozess der KfW-Beantragung und helfen dir, den maximalen Zuschuss für deine Situation zu sichern.
Ein objektiver Vergleich erfordert den Blick auf das gesamte Systemkonzept. In Deutschland verbauen wir meist hocheffiziente Luft-Wasser-Systeme mit dem zukunftssicheren Kältemittel R290. Diese Technik ist in der Anschaffung teurer als die im Ausland verbreiteten Luft-Luft-Lösungen (Klimaanlagen), spart dir aber bei den hiesigen Strompreisen über 25 Jahre massiv Geld.