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8 Minuten
26.2.2026

Kommunale Wärmeplanung Bremen: Leitfaden für deine neue Heizung

Bremen strebt die Klimaneutralität bis 2038 an. Erfahre, was die kommunale Wärmeplanung für dein Eigenheim bedeutet und wie du jetzt die richtige Wahl zwischen Fernwärme und Wärmepumpe triffst.

VAMO EXPERTEN TIPP

Eine Wärmepumpe bietet dir Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie der Preisgestaltung einzelner Anbieter und funktioniert auch im klassischen Altbremer Haus effizient, leise und verlässlich – und das bei einer attraktiven staatlichen Förderung von bis zu 70 %. Finde mit Vamo schon heute die beste Lösung für dein Haus.

Die Wärmewende in der Hansestadt Bremen ist keine Theorie mehr, sondern ein konkreter Fahrplan für rund 115.000 Gebäude. Der Bremer Senat hat mit der kommunalen Wärmeplanung ein Instrument geschaffen, das festlegt, welche Stadtteile künftig an ein Fernwärmenetz angeschlossen werden und wo dezentrale Lösungen wie die Wärmepumpe den Standard bilden. Da etwa 84 % der Emissionen im privaten Wohnraum beim Heizen entstehen, ist dein Heizungskeller der größte Hebel für das Ziel Bremen 2038.

Das Thema kurz und kompakt

  • Fristen: Bis zum 30. Juni 2026 muss die Stadt Bremen die Wärmeplanung final vorlegen.
  • Gesetzlicher Rahmen: Das GEG und das Bremische Klimaschutzgesetz (BremKEG) fordern 65 % erneuerbare Energien bei neuen Heizungen.
  • Fernwärme-Fokus: Etwa 36 % des Bremer Wärmebedarfs sollen künftig über Netze gedeckt werden (z. B. Innenstadt, Bremen-West und Nord).
  • Wärmepumpen-Vorrang: In Wohngebieten mit geringer Bebauungsdichte ist die Wärmepumpe die technologische und wirtschaftliche Nummer eins.
  • Kostenfalle Fernwärme: Neue swb-Tarife ab 2025 bringen hohe Leistungspreise mit sich, die unabhängig vom Verbrauch anfallen.
  • Förderung: Nutze bis zu 70 % KfW-Zuschuss und ergänzende Kredite der Bremer Aufbau-Bank (BAB).


Das Heizungsgesetz in Bremen: GEG und BremKEG im Zusammenspiel

In einer Großstadt wie Bremen mit mehr als 100.000 Einwohnern greifen die strengen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) spätestens nach dem 30. Juni 2026. Ab diesem Stichtag dürfen nur noch Heizungen eingebaut werden, die zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Doch Bremen geht noch einen Schritt weiter: Das Bremische Klimaschutz- und Energiegesetz (BremKEG) schreibt vor, dass die CO2-Emissionen im Haushaltssektor bis 2030 um mindestens 60 % gegenüber 1990 gesenkt werden müssen. Dieser enorme Zeitdruck erhöht die Relevanz einer schnellen Entscheidung für dich als Eigentümer. Um diese Entscheidung auf eine solide Basis zu stellen, hat die Stadt das Stadtgebiet in drei zentrale Zonen unterteilt.

Die drei Zonen der Bremer Wärmeplanung

Wo dein Haus steht, entscheidet darüber, welche Technologie für dich am sinnvollsten ist:

  1. Wärmenetzgebiete (Fernwärme):
    Hier plant die swb oder enercity (Bremen-Nord) den Ausbau. Schwerpunkte sind die Innenstadt, die Östliche Vorstadt und Gebiete wie Walle oder Gröpelingen, die Abwärme aus der Industrie nutzen können.
  2. Dezentrale Gebiete (Wärmepumpe):
    Vor allem in Randlagen und Gebieten mit Ein- und Zweifamilienhäusern wird es keinen Fernwärmeanschluss geben. Hier ist die Wärmepumpe der definierte Standard. Du hast hier die höchste Planungssicherheit: Warten auf Fernwärme ist hier keine Option.
  3. Prüfgebiete:
    Hier steht die finale Entscheidung über die technische Machbarkeit eines Netzes noch aus. Diese Unsicherheit lässt sich durch Eigeninitiative auflösen: Wer heute auf eine Wärmepumpe setzt, schützt sich vor zukünftigen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen, da die CO2-Abgabe bereits 2025 auf 55 Euro gestiegen ist – und für 2026 ein Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne vorgesehen ist.
Infografik zur kommunalen Wärmeplanung in Bremen – Entwicklung der Wärmeversorgung bis 2038

Unabhängig von der Zone ist für die meisten Hausbesitzenden die wirtschaftliche Komponente ausschlaggebend. Wie schlägt sich der Umstieg finanziell zu Buche?

Investitionskosten: Was kostet eine Wärmepumpe in Bremen?

Die Frage nach den Kosten ist für Bremer Eigenheimbesitzer zentral. Oft wirkt die Anfangsinvestition für eine Wärmepumpe hoch, während Fernwärme als günstigere Alternative wahrgenommen wird. Doch bei genauem Hinsehen relativiert sich dieses Bild.

Für eine hochwertige Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Installation und Demontage der Altanlage liegen die Gesamtkosten bei durchschnittlich 32.000 Euro. Dank der staatlichen Förderung von bis zu 70 % sinkt dein tatsächlicher Eigenanteil drastisch. Rechnen wir mit durchschnittlich 50 % Förderung, sinkt dein Eigenanteil auf etwa 16.000 Euro.

Zum Vergleich: Ein Fernwärme-Neuanschluss der swb kostet initial rund 5.950 Euro. Hierbei handelt es sich lediglich um die Anschlussgebühr bis zur Grundstücksgrenze. Hinzu kommen die Kosten für die hausinterne Umrüstung, da eine Wärmeübergabestation sowie Anpassungen am Rohrleitungssystem nötig sind. Diese Umbaumaßnahmen schlagen oft mit weiteren 5.000 bis 10.000 Euro zu Buche.

Förderung und Finanzierung deiner Wärmepumpe in Bremen

Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) der KfW kannst du einen großen Teil der Kosten für deine Wärmepumpe decken. Die Förderung setzt sich aus vier zentralen Bausteinen zusammen:

Erstens gibt es eine Grundförderung von 30 % für den Einbau einer effizienten Wärmepumpe. Zweitens kannst du einen Klimageschwindigkeitsbonus von 20 % erhalten, wenn du eine alte, funktionstüchtige fossile Heizung ersetzt. Drittens gibt es für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro einen zusätzlichen Einkommensbonus von 30 %. Viertens erhöht ein natürliches Kältemittel wie Propan die Förderung um einen Effizienzbonus von 5 %.

Für die restliche Finanzierung bietet die Bremer Aufbau-Bank (BAB) zinsvergünstigte Kredite an. Falls die Investitionssumme trotz Förderung dennoch eine Hürde darstellt, unterstützen wir dich bei Vamo mit einer attraktiven Finanzierungsmöglichkeit ab 89 Euro im Monat. Im Durchschnitt entscheiden sich unsere Kunden dabei für eine monatliche Rate von etwa 130 Euro. Einmal installiert, spielt die Wärmepumpe ihre wirtschaftliche Stärke vor allem im Vergleich zu den steigenden Fernwärme-Tarifen aus.

Detailaufnahme Vaillant Wärmepumpe vor einem Backstein-Altbau

Wirtschaftlichkeitsvergleich: Wärmepumpe vs. swb Fernwärme

Viele Hausbesitzende in Bremen hoffen auf die Fernwärme als scheinbar mühelose Lösung. Doch ein Blick auf die Kostenstruktur der swb für Neuverträge ab April 2025 zeigt eine deutliche finanzielle Belastung durch hohe Fixkosten. Schauen wir uns das an einem konkreten Beispiel für ein durchschnittliches Bremer Einfamilienhaus mit ca. 160 m² beheizter Fläche und einem Wärmebedarf von 16.200 kWh pro Jahr (Heizlast ca. 8,1 kW) an:

Option A: Fernwärme (swb Neutarif ab 2025)

Hier zahlst du neben dem reinen Verbrauch hohe Bereitstellungskosten:

  • Leistungspreis: 8,1 kW x 48,49 € = 392,77 € / Jahr
  • Grundpreis: 10,53 € / Monat x 12 Monate = 126,36 € / Jahr
  • Arbeitspreis: 16.200 kWh x 13,70 ct = 2.219,40 € / Jahr
  • Gesamtkosten: ca. 2.738 € / Jahr

Option B: Moderne Wärmepumpe von Vamo

Dank einer durchschnittlichen Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,8 gewinnt die Wärmepumpe fast drei Viertel ihrer Energie kostenlos aus der Umwelt:

  • Strombedarf: 16.200 kWh / 3,8 (Effizienz) = 4.263 kWh / Jahr
  • Betriebskosten: 4.263 kWh x 30 Cent (Ökostromtarif) = ca. 1.279 € / Jahr

Im direkten Vergleich sparst du mit der Wärmepumpe gegenüber dem neuen Fernwärmetarif rund 1.459 Euro an Energiekosten – und zwar jedes Jahr. Während du bei der Fernwärme bereits über 500 Euro an Fixkosten zahlst, bevor du überhaupt den ersten Heizkörper aufgedreht hast, nutzt du mit der Wärmepumpe ein System, das deine Kosten radikal senkt und dich vor Preiserhöhungen schützt.

Doch wie sieht es mit der technischen Umsetzung aus, wenn du kein modernes Niedrigenergiehaus, sondern einen klassischen Bremer Altbau besitzt?

Viessmann Wärmepumpe im Garten vor der Hauswand eines Altbaus

Die Lösung für dein Altbremer Haus

Bremen ist geprägt von schmalen Reihenhäusern und historischen Fassaden. Oft herrscht die Sorge, eine Wärmepumpe sei zu laut oder der Keller des Hauses zu klein. Wir bei Vamo haben auch dafür die passende Lösung:

  • Modulare Installation:
    Unsere Lösungen sind so konzipiert, dass sie auch durch enge Treppenhäuser passen. Der Austausch deiner Heizung erfolgt in der Regel innerhalb von nur drei Tagen.
  • Schalloptimierung:
    Unsere Außeneinheiten sind leiser als ein entspanntes Gespräch und halten die strengen Bremer Abstandsregeln problemlos ein.
  • Effizienz im Bestand:
    Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen liefern Vorlauftemperaturen, die auch mit deinen vorhandenen Heizkörpern funktionieren. Ein teurer Umbau auf Fußbodenheizung ist oft gar nicht nötig.

Fazit: Deine Energiewende in Bremen startet jetzt

Die kommunale Wärmeplanung Bremen liefert zwar das Fundament, aber die aktive Umsetzung liegt bei dir. Wer heute handelt, sichert sich den Klimageschwindigkeitsbonus der KfW und macht seine Immobilie zukunftssicher für das Ziel 2038. Mit Vamo hast du einen Partner an deiner Seite, der von der Beratung im Klima Bau Zentrum bis zur Fernüberwachung über die Vamo App alles übernimmt.

Du bist noch unsicher?

Dann buche dir ein kostenfreies Beratungsgespräch. Die Expertinnen und Experten von Vamo beantworten deine Fragen gerne und helfen dir weiter.

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FAQ – Häufige Fragen zur Wärmeplanung und Wärmepumpen in Bremen

Wann muss die kommunale Wärmeplanung in Bremen fertig sein?

Der gesetzliche Stichtag für die Vorlage der finalen Planung ist der 30. Juni 2026. Bis dahin wissen alle Eigentümer, ob ihr Quartier für Fernwärme infrage kommt.

Warum steigen die Fernwärme-Preise in Bremen ab 2025?

Die swb passt ihre Tarifstruktur an, wobei vor allem die fixen Leistungspreise für Neukunden steigen. Das deckt die Investitionskosten für den Netzausbau, kann aber bei effizienten Häusern zu höheren Fixkosten führen.

Lohnt sich eine Wärmepumpe auch ohne Photovoltaik?

Absolut. Schon durch die hohe Effizienz (JAZ 3,8) sparst du CO2 und Betriebskosten. In Kombination mit einer PV-Anlage sinken deine Kosten jedoch noch weiter, da du deinen eigenen Strom für ca. 8 bis 12 Cent pro kWh produzieren kannst.

Was passiert, wenn meine Gasheizung noch vor dem Stichtag am 30. Juni 2026 kaputt geht? 

In diesem Fall greifen derzeit noch Übergangsfristen. Dennoch ist es ratsam, gerade jetzt den Umstieg auf eine Wärmepumpe zu planen, um die maximale Förderung von bis zu 70 % zu sichern, bevor die Boni (wie der Klimageschwindigkeitsbonus) planmäßig sinken.

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